IHK Trier: "Anschluss nicht verpassen!" am 24.05.22

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eta176
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IHK Trier: "Anschluss nicht verpassen!" am 24.05.22

Beitrag von eta176 »

Anschluss nicht verpassen! Perspektiven Bahnanbindung Region Trier – 24. Mai 2022
.. ist das Thema einer Abendveranstaltung im
Tagungszentrum der IHK Trier
Herzogenbuscher Str. 12
54292 Trier

Ablauf:
18:00 Uhr
Begrüßung Dr. Matthias Schmitt
Geschäftsführer Standortpolitik und Unternehmensförderung, IHK Trier
18:10 Uhr
Perspektiven Bahnanbindung Region Trier
Thorsten Müller, Verbandsdirektor Zweckverband SPNV Nord
18:55 Uhr
Gut integriert: Die Deutsche Bahn in der Region Trier
Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der DB AG für die Länder Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen
19:15 Uhr
Podiumsdiskussion:
Welchen Beitrag kann und muss die Schiene zur Verkehrswende in der Region Trier leisten?

- Julia Gieseking, Landrätin Kreis Vulkaneifel und Vorsitzende Initiative Region Trier
- Ann Börries, Gerolsteiner Brunnen GmbH
- Thorsten Müller, ZV SPNV Nord
- Dr. Klaus Vornhusen, DB AG
Moderation: Dr. Matthias Schwalbach (HWK Trier) und Wilfried Ebel (IHK Trier)
Leider glänzen sowohl das Mobilitäts- als auch das Verkehrs-Ministerium durch "Abwesenheit"

20:00 Uhr Ausklang
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Noch Plätze frei und auch noch online-Anmeldung möglich:
:arrow: https://www.ihk-trier.de/p/Perspektiven ... 23200.html
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Sebbel
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Re: IHK Trier: "Anschluss nicht verpassen!" am 24.05.22

Beitrag von Sebbel »

Servus,

weiß jemand, ob es Nachrichten zu dieser Veranstaltung gab und welches Ergebnis herauskam? Ich finde nichts.

Gruß und Danke vorab
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Weinkesselwagen von Lotras, Ermefer, Transfesa, Danzas, GATX, Vinirail ... sind suppa
eta176
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IHK Trier zu "Anschluss nicht verpassen!" vom 24.05.22

Beitrag von eta176 »

Hallo Sebbel,
auf der Seite der IHK Trier habe ich die nachfolgend verlinkte Zusammenfassung gefunden
(allerdings ohne die einzelnen Vorträge):

03.06.2022
Anschluss nicht verpassen!
Bahnveranstaltung vermittelt Hoffnung auf neue Perspektiven für die Eifel,
eher Ernüchterung bezüglich der künftigen Anbindung an den Fernverkehr.

Am 24. Mai diskutierten Vertreter von IHK und HWK mit dem DB-Konzernbevollmächtigten
Dr. Klaus Vornhusen, dem Verbandsdirektor des Zweckverbands SPNV-Nord, Thorsten Müller
sowie Landrätin Julia Gieseking und Ann Börries vom Gerolsteiner Brunnen. Trotz zahlrei-
cher von den Referenten an dem Abend präsentierter Planungen und Projekte, blieben spe-
ziell die Perspektiven für die Fernverkehrsanbindung von Trier eher ernüchternd. [...]
https://www.ihk-trier.de/p/Anschluss_ni ... 23410.html

Als Vor-Ankündigung gab es am 1. Mai 2022 folgenden Beitrag der IHK:
https://www.ihk-trier.de/p/Anschluss_ni ... 23240.html

Viele Grüße
Hans-Peter
.
Rolf
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Re: IHK Trier: "Anschluss nicht verpassen!" am 24.05.22

Beitrag von Rolf »

Anfang der 80er Jahre gab es doch noch D-Züge von Köln nach Saarbrücken. Ich erinnere mich gerne an eine bequeme Reise von Köln nach Trier. Mit der Elektrifizierung der Eifelstrecke könnte man doch daran wieder anknüpfen. Ich fände es jedenfalls sehr erfreulich, aber vermutlich gibt's dafür auch bei zweigleisigem Ausbau kaum Slots im Fahrplan. Oder?
TroubadixRhenus
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Re: IHK Trier: "Anschluss nicht verpassen!" am 24.05.22

Beitrag von TroubadixRhenus »

Hallo Rolf,

bei komplettem zweigleisigen Ausbau sollte soetwas aber doch eigentlich möglich sein, würde ich jetzt mal so aus der Hüfte sagen. Der Güterverkehr wird sich sicherlich in Grenzen halten - aufgrund der heftigen Steigung am Schmidtheiner Berg. Und der Rest ist natürlich auch davon abhängig, ob man nicht nur zweigleisig ausbaut, sondern auch hier und da ausreichend Überholgleise lässt oder schafft.
Rolf
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Re: IHK Trier: "Anschluss nicht verpassen!" am 24.05.22

Beitrag von Rolf »

TroubadixRhenus hat geschrieben: Mi 3. Aug 2022, 20:05...bei komplettem zweigleisigen Ausbau sollte soetwas aber doch eigentlich möglich sein, würde ich jetzt mal so aus der Hüfte sagen.
Danke für Deine Einschätzung als erfahrener Mann der Praxis. Angeblich wird die Strecke wieder zweigleisig, wenn man dieser Quelle Glauben schenken darf:

https://epages.rundschau-online.de/data ... lb/5856976

Wer den Artikel nicht aufrufen kann: Der zweigleisige Ausbau soll "peu a peu" erfolgen nach Wiederaufbau, Modernisierung der Stellwerkstechnik und Elektrifizierung. Die Mittel aus dem Gemeindefinanzierungsgesetz sollen dafür angezapft werden.

Und wenn es noch Slots geben sollte, wäre die weniger befahrene Eifelstrecke doch eine denkbare Alternative zur überlasteten Rheinschiene, oder? Von Trier nach Köln dauert es derzeit 2:34 Minuten mit Umstieg in Koblenz. Mit einer modernisierten, voll ausgebautem Eifelbahn müssten die Fahrtzeiten doch auch annähernd konkurrenzfähig sein. Ich habe keinen alten Fahrplan zur Hand, erinnere mich aber an Fahrzeiten unter 3 Stunden mit dem 611, oder täusche ich mich da? Ohne den verspätungsträchtigen Umstieg in Koblenz wäre die direkte Verbindung ohne Umstieg sicher auch dann noch attraktiv, wenn auf der Eifelstrecke die Fahrzeiten über Koblenz vielleicht nicht ganz erreicht werden. Wenn doch, würde ich aus der Perspektive der Luxemburger und Trierer doch mal verstärkt über diese Option einer Anbindung an den Fernverkehr nachdenken.
Zuletzt geändert von Rolf am Do 4. Aug 2022, 09:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Dieselpower
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Re: IHK Trier: "Anschluss nicht verpassen!" am 24.05.22

Beitrag von Dieselpower »

Rolf hat geschrieben: Mi 3. Aug 2022, 18:48 Anfang der 80er Jahre gab es doch noch D-Züge von Köln nach Saarbrücken. Ich erinnere mich gerne an eine bequeme Reise von Köln nach Trier. Mit der Elektrifizierung der Eifelstrecke könnte man doch daran wieder anknüpfen. Ich fände es jedenfalls sehr erfreulich, aber vermutlich gibt's dafür auch bei zweigleisigem Ausbau kaum Slots im Fahrplan. Oder?
Das waren stellenweise sogar noch längere Durchlaufe von und nach Saarbrücken und Münster.....
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Rolf
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Re: IHK Trier: "Anschluss nicht verpassen!" am 24.05.22

Beitrag von Rolf »

Ich habe nochmal etwas recherchiert: Die Sprinter-RE haben Köln-Trier laut Fahrplan von 2019 in 2:33 Minuten geschafft, der 611 in den 90ern angeblich in 2:20 Minuten. Mit einer modernisierten, elektrifizierten, zweigleisigen Eifelstrecke dürften die Fahrzeiten des 611 doch (wieder) erreichbar oder vielleicht sogar zu übertreffen sein, zumal dann, wenn man für den Fernverkehr die Zwischenhalte auf Euskirchen und Gerolstein begrenzt. Damit wäre die Eifelstrecke dann doch wirklich eine gute Alternative für den Raum Trier/Luxemburg zur bisherigen Verbindung über Koblenz. Perspektivisch sollte man sich in Trier und Luxemburg vielleicht darauf konzentrieren und den entsprechenden Ausbau der Strecke (mit Überholmöglichkeiten) im Auge behalten. Den vor ein paar Jahren eingeführten Stundentakt mit den komfortablen Stadler-Triebwagen auf der Moselstrecke finde ich nämlich sehr gut (wir nutzen die Züge recht häufig) und besser als das Durcheinander vorher; daran würde ich nichts ändern. Aber Fernverkehr über die Eifelstrecke wäre ein echter Gewinn, auch für die Bevölkerung. Und wenn ich noch etwas träumen darf: Eine reaktivierte Eifelquerbahn könnte dem Fernverkehr in Gerolstein zusätzliche Fahrgäste bringen, denn insbesondere für Pendler in Richtung Köln dürfte eine solche schnelle Verbindung sehr attraktiv sein. Oder?
TroubadixRhenus
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Re: IHK Trier: "Anschluss nicht verpassen!" am 24.05.22

Beitrag von TroubadixRhenus »

Das mit den 611-ern hatte sich damals leider aber recht schnell erledigt, weil die Dinger (im Gegensatz zu den 610-ern, die man Anfang der 90er in Franken einsetzte) sich leider nicht bewährten. Mir ist es nicht gelungen den 611er damals mal zu testen.

Bei komplettem zweigleisigen Wiederausbau der Eifelstrecke werden sicher noch Diskussionen mit den Fahrradfans zu führen sein. Immerhin führt der Eifel-Radweg ja teilweise auf der Trasse des abgebauten 2. Gleises durch den einen oder anderen Tunnel im Kylltal. :mrgreen:

Nichtsdestotrotz: Die schönen Fahrten mit den alten Schnellzugwagen und 215er mit Dampfheizung vorneweg wird es nie mehr geben. Dafür bleiben die Touren in meinem persönlichen Schatzkästchen der Erinnerung. Das war schon urgemütlich, im Winter im abgedunkelten Abteil mit dem letzten RE von Trier nach Köln - per "Walkman" mit meinen persönlichen "Schubertiaden" mit Fischer Dieskau und Gerald Moore im Ohr... Persönlicher Höhepunkt war die "Heinzkyllermühle", die damals noch von einem älteren Herren bewohnt gewesen sein soll. Jedenfalls brannte damals, bis Mitte der 90er, noch Licht in dem uralten Gebäude. Zuletzt war ich im Sommer 2019 mit dem Auto mal dort für nähere Erkundungen - nachdem ich im Dezember 2017 meine letzte Bahnfahrt unternommen hatte (selbst gefahren mit dem MAN-VT25) und das Gebäude eingestürzt vorgefunden hatte. Der letzte Bewohner war da schon an die 20 Jahre verstorben, wie ich nachher erfahren hatte.

Sorry, das was etwas ab vom Thema... :wink:

Rolf: Danke für die Blumen in Sachen "Fachmann". Da gibt es aber Leute, die von der Strecke deutlich mehr Ahnung haben.
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