Erneuerung Petersbergtunnel ab 2017

eta176
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Erneuerung Petersbergtunnel ab 2017

Beitragvon eta176 » Di 13. Mai 2014, 21:20

Petersbergtunnel zwischen Ediger-Eller und Neef soll ab 2017 für 22 Millionen Euro erneuert werden
DB will Zugverkehr während der zweijährigen Bauzeit eingleisig aufrechterhalten • Planfeststellungsunterlagen werden im Mai eingereicht


(Frankfurt am Main, 13. Mai 2014) Die Deutsche Bahn hat heute die Pläne zur Erneuerung des 367 Meter langen Petersbergtunnels auf der Moselstrecke
zwischen Neef und Ediger-Eller vorgestellt. Über 22 Mio. Euro sollen ab 2017 in die Erneuerung des 1879 in Betrieb genommenen, zweigleisigen Tunnel
investiert werden. Die Planfeststellungsunterlagen werden von der DB noch in diesem Monat eingereicht. Die eigentliche Bauzeit wird in etwa zwei Jahre
betragen.

„Die Bausubstanz des Petersbergtunnels ist nach 135 Jahren erneuerungsbedürftig“, erläutert Projektleiter Bodo Tauch von der DB ProjektBau. Während
der Bauzeit soll der Zugverkehr im Gleiswechselbetrieb eingleisig durch den Tunnel geführt werden. So wird der für die Schutzeinhausung benötigte Platz
gewonnen. Diese ist das technische Kernstück der sogenannten Tunnel-im-Tunnel-Methode, welches von den Ingenieuren der DB entwickelt wurde, um
bei Tunnelerneuerungen den Zugverkehr aufrechterhalten zu können: Eine 120 Tonnen schwere, unten offene Stahlröhre, die im Tunnel über dem Gleis
bewegt wird und so zum „Tunnel im Tunnel“ wird.

Diese Methode ermöglicht es, in der Röhre zwischen Schutzeinhausung und Tunnelröhre rund um die Uhr zu bauen, während gleichzeitig innerhalb der
Schutzeinhausung die Züge rollen. Der Hohlraum bietet ausreichend Platz für einen eingleisigen Zugverkehr. „Und das bei eingeschaltetem Fahrdraht
mit 15.000 Volt Starkstrom
“, erläutert Tauch. Das an der Nahestrecke und auf der Lahntalbahn erprobte Bauverfahren wird auf der Moselstrecke welt-
weit erstmals auf einer elektrifizierten Strecke eingesetzt. „Dazu werden unterhalb der Schutzeinhausung spezielle Oberleitungsmaste gesetzt, um
den Fahrdraht innerhalb der Einhausung zu führen
“, erläutert Tauch.

Bei der Erneuerung wird auch der Gleisabstand in dem zweigleisigen Tunnel von 3,5 auf 4 Meter erhöht und dadurch zukünftig den aktuellen Sicherheits-
standards bei Tunnelneubauten entsprechen. Dazu wird der Tunnelquerschnitt im Sprengvortrieb verbreitert. Auch die ca. 70 Meter lange Stützmauer am
Südportal des Petersbergtunnels wird im Rahmen des Projektes erneuert werden.

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