Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

jojo54
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jojo54 » Do 18. Apr 2019, 20:02

Eben lese ich diesen Beitrag in der SWR.3.-Landesschau RLP.

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland ... 29788.html

Gerolstein
Bahngesellschaften interessieren sich für Eifelquerbahn


Mindestens zwei Eisenbahngesellschaften haben nach SWR-Informationen Interesse an einer Reaktivierung der Eifelquerbahn bekundet. Heute endet die Bewerbungsfrist einer Ausschreibung dafür. Die Trasse zwischen Gerolstein und Kaisersesch gehört der DB Netz AG.

Die Brohltal-Schmalspureisenbahn Betriebs-GmbH aus Brohl-Lützing und die Eifelbahn Verkehrs GmbH aus Linz haben dem SWR bestätigt, dass sie sich auf die Ausschreibung der DB Netz AG gemeldet haben. Die bestätigte selbst, dass es bewerbe gibt, wollte aber keine Namen nennen. Ob die Eifelquerbahn nun als Bahnstrecke erhalten und reaktiviert wird, hängt von den Verhandlungen ab. Sollte die Strecke hingegen stillgelegt und abgebaut werden, wollen der Vulkaneifelkreis, der Kreis Cochem-Zell und mehrere Verbandsgemeinden die Trasse kaufen und dort einen Radweg schaffen.

STAND: 18.04.2019, 15:46 Uhr

MfG
jojo54

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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jwiessner » Do 18. Apr 2019, 20:15

Wie schön das der SWR doch schon heute darüber berichtet, mal schauen wie die weitere Resonanz in den Medien ist.
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Maurice
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Maurice » Do 18. Apr 2019, 21:35

Jawoll, Vollgas! :-) Hoffentlich klappt alles und der Radweg wird ad acta gelegt.

Drücke fest die Daumen!


VG

Maurice

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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Westeifelbahner » Fr 19. Apr 2019, 00:03

jojo54 hat geschrieben:Eben lese ich diesen Beitrag in der SWR.3.-Landesschau RLP.
Mindestens zwei Eisenbahngesellschaften haben nach SWR-Informationen Interesse an einer Reaktivierung der Eifelquerbahn bekundet.

Nach "SWR-Informationen"... - da sieht man doch mal, wofür wir unsere Rundfunkgebühren zahlen, wenn es dann dem SWR doch tatsächlich gelingt eine solche Information zu recherchieren. Wie sie das wohl gemacht haben darauf zu kommen - nur, weil sie vermutlich eine Pressemeldung des neu gegründeten Vereins kurz vorher erhalten hatten... - beeindruckend!
Aber jetzt keine Ironie, sondern zum Wesentlichen: Freut mich zu lesen, dass ich meine Wette betreffend Bewerbern also gewonnen hätte. Nicht wegen des Wetteinsatzes, sondern weil es Mut macht, dass sich auf der Efq doch wieder was tut!
Danke an alle, die sich dafür in diesen Tagen aktiv und außerhalb dieses Forums einsetzen.
Gruß Westeifelbahner

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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon waldgleis » Fr 19. Apr 2019, 08:35

Ich drücke die Daumen!! Radwege baut man NEBEN Bahnstrecken, nicht darauf...
LG

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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Wildenburg » Fr 19. Apr 2019, 10:23

Was mich bezüglich der Radwege auf Bahnstrecken seit Jahren interessiert ist, was kostet eigentlich die Einrichtung, der kurz- und langfristige Unterhalt eines solchen Radwegs und wer trägt die Kosten dafür, wie hoch ist der Kosten-Nutzen-Faktor, wie ertragreich der gesellschaftlich/wirtschaftliche Effekt für die durchfahrene Region. Bei jeder neuen Bahnidee werden langwierige und kostenintensive Untersuchungen und Gutachten erstellt, errechnet und orakelt ob und wie und was sich rechnet oder auch nicht, bei den Radwegen ist mir das zumindestens nicht bekannt. Man sollte die Rad- und Bahnstrecken nicht als sich gegenseitig ausschließend darstellen, aber bei jeder Erwähnung von Kosten durch Bahnen gebetsmühlenartig die des des Strassen- und Indivualverkehrs und die o. g. erwähnen.

Westeifelbahner

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Westeifelbahner » Fr 19. Apr 2019, 10:55

Ja, stimmt alles, aber ich kann nach den Erfahrungen aus der Westeifel nur davon abraten sich überhaupt auf diese Diskussionen mit Radwegfreaks einzulassen. Die Eifelquerbahn ist eine gewidmete und nicht einmal stilllgelegte Bahnstrecke. Offenbar besteht fast schon österliche Hoffnung, dass sich daran auch nichts ändern wird, da es offenbar Eisenbahnunternehmen und engagierte Privatpersonen eines neu gegründeten Vereins gibt, die gar keine weiteren Radwegphantasien mehr aufkommen lassen. Hiermit ist aus meiner Sicht alles gesagt.
Gruß Westeifelbahner

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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jwiessner » Do 25. Apr 2019, 19:20

Der Trierischer Volksfreund berichtet aktuell über "Zwei Interessenten für Eifelquerbahn"

https://www.volksfreund.de/region/vulkaneifel/zwei-unternehmen-wollen-wieder-zuege-zwischen-gerolstein-und-kaisersesch-fahren-lassen_aid-38383979

Gruß Jens
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jojo54 » Do 25. Apr 2019, 20:13

Sehr gut, dass so positiv berichtet wurde.

MfG
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Rolf
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Rolf » Do 25. Apr 2019, 20:51

Wildenburg hat geschrieben:Was mich bezüglich der Radwege auf Bahnstrecken seit Jahren interessiert ist, was kostet eigentlich die Einrichtung, der kurz- und langfristige Unterhalt eines solchen Radwegs und wer trägt die Kosten dafür, wie hoch ist der Kosten-Nutzen-Faktor, wie ertragreich der gesellschaftlich/wirtschaftliche Effekt für die durchfahrene Region. Bei jeder neuen Bahnidee werden langwierige und kostenintensive Untersuchungen und Gutachten erstellt, errechnet und orakelt ob und wie und was sich rechnet oder auch nicht, bei den Radwegen ist mir das zumindestens nicht bekannt. ....


Stimmt. Wenn es um die Verhinderung von Bahnstrecken geht, werden die unmittelbaren Kosten und die Folgekosten von den fahrradaffinen Lokalpolitikern gerne haarklein vorgerechnet. Bei den Kosten für den geplanten EQB-Fahrradweg liest man dagegen recht schwammig, dass er zwischen 8 und15 Mio. € kosten soll. Was für eine auffällig unpräzise Entscheidungsgrundlage! Bei einem Fahrradweg darf offenbar wesentlich großzügiger kalkuliert werden als bei der Alternative Bahn. 8 hört sich besser an als 15. Aber nicht erst seit dem Flughafen Berlin oder Stuttgart 21 wissen wir, dass selbst die obere Kosten-Schätzung bei öffentlichen Bauvorhaben in Deutschland meist überschritten wird, und zwar deutlich. Und wenn der Bau erst einmal begonnen wurde, wird er trotz "unerwarteter" Kostensteigerung in der Regel trotzdem fertig gestellt. Anders als bei der Option Bahn ist die Prognose für den EQB-Radweg eine sehr vage Kostenschätzung, die den Politikern der Vulkaneifel aber offenbar völlig ausreicht, um sich für diese Option Fahrradweg zu entscheiden. Am Ende bekommen die Entscheider, was sie von Anfang an wollten. Eine Gleichbehandlung beider Optionen sieht für mich anders aus und diese mehr als großzügige Vorgehensweise der Kommunalpolitik zu Gunsten des Fahrradweges stinkt für mich zum Himmel.

Und, ja, die Folgekosten eines Radweges werden gerne unter den Teppich gekehrt. Ein hoher Beamter einer Stadt am Vogelsberg erzälte mir dazu vor einigen Jahren eine bezeichnende Geschichte. Dort gibt es einen Bahntrassenradweg, dessen Nutzung in der regionalen Touristik bis Ende Oktober beworben wird. Radlerbusse sind in dieser Zeit im Einsatz. Nun passierte Folgendes: Eine Familie war im Herbst auf diesem Weg unterwegs, und die Tochter stürzte schwer auf dem abschüssigen Fahrradweg, der vom Herbstlaub dicht bedeckt war. Es gab einen Prozess und am Ende ein Gerichtsurteil, das der Kleinstadt erhebliche Mitschuld an dem Unfall gab. Seither sind die kommunalen Straßenreinigungsdienste teilweise täglich im Einsatz, um der vom Gericht angemahnten Verkehrssicherunfspflicht Genüge zu tun. Die Kosten dafür sind im Haushalts-Posten für Straßenreinigung der gesamten Kommune versteckt. Sehr geschickt. So wird man nie erfahren, wie hoch die Folgekosten des Fahrradweges wirklich sind.

Kurzum, den Kostenschätzungen zum Bau des Radweges darf man mit Recht nur begrenzt Glauben schenken. Normalerweise wäre es Aufgabe der Opposition, diese Unstimmigkeiten offen zu legen. Aber für den Radweg auf der EQB scheint sich ja eine ziemlich große Koalition zusammengefunden zu haben, so dass man darin wenig Hoffnung setzen kann. Selbst die (noch) etwas zögerliche SPD wird diese Unstimmigkeiten kaum aufdecken wollen, denn so läuft Kommunalpolitik nun mal. Heute wird Lieblings-Projekt A von der einen großen Koalition durchgewunken, beim nächsten Mal Lieblings-Projekt B derjenigen Partei, die ihren Wunsch bei Projekt A nicht durchsetzen konnte. Eine Hand wäscht die andere. Oder böse formuliert, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Schlussendlich misstraue ich den optimistischen Schätzungen zu Gunsten des Fahrradweges, den die Kommunen so einhellig durchzudrücken wünschen und es ist zu hoffen, dass jemand den Politikern auf die Finger schaut und mehr Transparenz einfordert

jojo54
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jojo54 » Fr 26. Apr 2019, 21:10

Westeifelbahner hat geschrieben: Kennt jemand den Termin der VG Kaisersesch?
Gruß Westeifelbahner


Am Montag, 06.05.2019, tagt um 17:00 Uhr der Gemeinderat der Verbandsgemeinde Kaisersesch im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde.

MfG
jojo54

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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Westeifelbahner » Di 30. Apr 2019, 14:43

Danke für den Hinweis. Kurios, dass die Eifelquerbahn (bislang) nicht einmal als TOP mehr vorgesehen ist...
Gruß Westeifelbahner


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