Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

jwiessner
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jwiessner » Fr 31. Mai 2019, 14:02

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mich nicht zum Thema „Hinhaltetaktik“ zu äußern. Und ich kann es auch nicht nachvollziehen, wie man hier auch nur auf diese Idee kommt. Es gibt mindestens 2 Unternehmen die ihr Interesse an der Strecke bekundet haben und in die Verhandlungen mit DB Netz eintreten wollen, sowas macht man nicht zum Spaß.

Auch haben wir von Vereinsseite weit über 100 Beitrittsbekundungen aus der Region und ganz Deutschland vorliegen. Darüber hinaus stecken wir von Seiten des Vereinsvorstands einen nicht unerheblichen Teil unserer Freizeit in die Bemühungen zum Erhalt der Eifelquerbahn, der Auseinandersetzung mit den Gutachten, der Erarbeitung von Konzeptideen, Planung von Aktionen und vielen mehr. Hier eine Hinhaltetaktik zu unterstellen finde ich absolut fehl am Platz.

Gruß Jens
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jwiessner
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jwiessner » So 2. Jun 2019, 08:18

Der Trierischer Volksfreund berichtet aktuell über "Verbände plädieren für die Reaktivierung der Eifelquerbahn von Gerolstein nach Kaisersesch. / 3000 Kilometer Gleise reaktivieren - Fährt die Eifelquerbahn bald wieder?"

https://www.volksfreund.de/region/vulkaneifel/verbaende-plaedieren-fuer-die-reaktivierung-der-eifelquerbahn-von-gerolstein-nach-kaisersesch_aid-39157143

Gruß Jens
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Rolf » So 2. Jun 2019, 11:21

jwiessner hat geschrieben:Der Trierischer Volksfreund berichtet aktuell über "Verbände plädieren für die Reaktivierung der Eifelquerbahn von Gerolstein nach Kaisersesch. / 3000 Kilometer Gleise reaktivieren - Fährt die Eifelquerbahn bald wieder?"

https://www.volksfreund.de/region/vulkaneifel/verbaende-plaedieren-fuer-die-reaktivierung-der-eifelquerbahn-von-gerolstein-nach-kaisersesch_aid-39157143

Gruß Jens

Sehr gut! Kaum gegründet, sorgt der Verein in vorbildlicher Weise dafür, dass das Thema wieder in der Öffentlichkeit wahrgenommen und diskutiert wird. Das ist ein wichtiger erster Schritt, um zu verhindern, dass die Politik ihren Fahrradweg ungestört realisiert. Je größer der öffentliche Gegenwind, desto besser. Weiter so!

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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jwiessner » Mo 3. Jun 2019, 23:47

Die Veranstaltung in Daun war heute gut besucht und sehr Interessant. Beide Interessenten haben sich dort auch nochmal ausführlich vorgestellt.

Seit heute haben wir auch das letzte uns noch fehlende Gutachten vorliegen, das BPB Gutachten zur Reaktivierung der Eifelquerbahn im SPNV.
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jojo54 » Di 4. Jun 2019, 16:27

Ohne Kommentar aus der SWR.3-Landesschau RLP vom heutigen Dienstag.

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland ... n-100.html

Kaisersesch
Debatte um Reaktivierung der Eifelquerbahn


Die Diskussion um den Klimaschutz hat die Debatte um die Eifelquerbahn neu entfacht. Am Montagabend fand auf Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Astrid Schmitt aus dem Kreis Vulkaneifel ein Fachgespräch in Daun statt. Konkret geht es um einen Bahnverkehr in mehreren Etappen zwischen Kaisersesch, Ulmen, Daun und Gerolstein. Der Betrieb war vor Jahrzehnten von der Bahn aufgeben und kürzlich für private Betreiber ausgeschrieben worden. Aktuell gibt es zwei Bewerber. Sie wollen die Verbindung zunächst touristisch betreiben und später vielleicht in ein Tagesangebot für Pendler ausweiten. Nach Angaben von Fachverbänden besteht derzeit ein großes Interesse des Bundes an der Reaktivierung von Bahnstrecken mit entsprechenden Zuschüssen. Dem entgegen steht allerdings ein Beschluss des Vulkaneifel-Kreistages: Er sieht ebenfalls vor, die Strecke zu kaufen. Dann allerdings soll dort ein Fahrradweg entstehen.

STAND: 04.06.2019, 12:29 Uhr

MfG
jojo54

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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Westeifelbahner » Do 6. Jun 2019, 15:40

Im "TV": https://www.volksfreund.de/region/vulka ... d-39281807

Erfreulich, dass hier auch die Eisenbahnunternehmen und der neue Verein dargestellt werden! Und insgesamt so doch ein "starkes Bündnis" an Befürwortern auftritt (wenn auch der "TV" traditionell Eisenbahnunternehmen leider anders darstellt als jedes andere Wirtschaftsunternehmen...)

Zur Überschrift: Ich verstehe nicht den Dreh zwischen Bundesmitteln und der Efq, der schon in der Resolution 2017 versucht wurde. Um an die Bundesmittel zu kommen, müsste bei derzeitiger Rechtslage die DB Netz AG die Strecke aus Bundes- bzw. Eigenmitteln ertüchtigen, beabsichtigt aber ja nun bekanntlich genau das Gegenteil. Wollte man hier ein Umdenken bewirken, wäre der Adressat in Berlin zu suchen.
Es gibt zwar in Fachkreisen Diskussionen um eine Bundesunterstützung für NE-Infrastrukturen in den Bundesländern, mehr aber ja auch bislang nicht... Solange das so ist, hat es auf die finanziellen Rahmenbedingungen der Efq nun mal leider keinerlei Auswirkung, wie viel Geld in Berlin schlummert (oder in den Tiefen von Stuttgart verschwindet).

Gruß Westeifelbahner

jwiessner
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jwiessner » Sa 8. Jun 2019, 07:42

Bericht zum Fachgespräch "Zukunft der Eifelquerbahn" auf www.eifelquerbahn.com/aktuelles :

„Radweg ist keine Trassensicherung“ – Übernahmeinteressenten suchen Gespräch mit den Kommunen

Knapp 10 Fußminuten vom Bahnhof Daun entfernt, fand am Montagabend im „Forum Daun“ ein Fachgespräch zur „Zukunft der Eifelquerbahn“ auf Einladung von Astrid Schmitt (MdL, SPD) statt.

Nach Begrüßung der anwesenden Gäste und einer kurzen Einführung folgte ein Vortrag von Dr. jur. Martin Henke, Geschäftsführer Eisenbahnverkehr im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV), zum Thema „Perspektiven der Reaktivierung von Bahnstrecken“, in dem er auf die gestiegene Bedeutung der Schiene und neue Möglichkeiten der Reaktivierung von Eisenbahnstrecken einging.

Im Anschluss erfolgte eine Vorstellungsrunde in welcher Eifelquerbahn e.V., sowie die beiden Übernahmeinteressenten, Brohltalbahn-Schmalspureisenbahn Betriebs-GmbH (BEG) und Eifelbahn Verkehrsgesellschaft (EVG), sich und ihre Planungen bezüglich der Eifelquerbahn präsentierten.

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Dabei ging man auf verschiedene Aspekte zum Thema Eifelquerbahn und deren Bedeutung für die Region Vulkaneifel ein. In Bezug auf den von den Verbandsgemeinden und Landkreisen angedachten Radweg wurde eine erste, vorsichtige Kostenschätzung, von 15-20 Millionen Euro geäußert. Bei dieser Summe sei man nicht mehr weit von der im Gutachten zur Reaktivierung der Eifelquerbahn genannten Summe von 24 Millionen Euro entfernt. An den – bisher unter Verschluss gehaltenen – Gutachten ließ Alexander Kirfel, Vertreter der EVG, kein gutes Haar, da die dort aufgeführten Kosten und Vorgaben weit über den gesetzlichen Anforderungen lägen. Alleine die Kosten für eines der beiden Gutachten, die vom Verkehrsministerium und vom Zweckverband SPNV Nord getragen worden seien, überstiegen mit 1,34 Mio. Euro die aktuell von der DB Netz AG veranschlagten Kosten von 1 Mio. Euro zur Wiederinbetriebnahme der Eifelquerbahn.

Nachdem uns das Gutachten über die Reaktivierung eines touristischen Ausflugsverkehrs durch das Büro StadtLandBahn (24 Mio. Euro Invest) schon einige Zeit vorliegt, steht uns seit Anfang dieser Woche nun auch die Untersuchung zur Ertüchtigung der Infrastruktur für SPNV von BPB (40 Mio. Euro Invest) zur Verfügung. Auf Basis der uns nun vorliegenden Informationen kann man nur davon ausgehen, dass das Ziel dieser Gutachten eine Verhinderung der Reaktivierung der Eifelquerbahn war.

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Aktuell gehen beide Interessenten davon aus, dass die Verhandlungen mit der DB Netz AG bis zum Ende des Jahres abgeschlossen werden können. Stephan Pauly, Vorsitzender der BEG-Gesellschafterversammlung, kündigte ebenso wie Alexander Kirfel eine Einladung an die Vertreter der Kommunen an um das weitere Vorgehen zu besprechen, mit dem Ziel einen gemeinsam Weg zur Reaktivierung der Eifelquerbahn zu finden. Darüber hinaus werde man, gemeinsam mit der Vulkan-Eifel-Bahn, ein Beratungsunternehmen mit einer Untersuchung zu möglichen Fördertöpfen, auch auf EU-Ebene, beauftragen. Auch gab es den Hinweis in Richtung der kommunalen Gebietskörperschaften, dass mit dem Bau eines Radweges keineswegs die Trasse gesichert würde, sondern ganz im Gegenteil die Strecke nach einer erfolgten Entwidmung für die Eisenbahn unwiederbringlich verloren sei.

Im Rahmen weiterer Wortmeldungen wurde darauf hingewiesen, dass eine Reaktivierung der Eifelquerbahn nur in Gänze sinnvoll sei und am Ende aller Bemühungen die Wiederaufnahme des SPNV stehen müsse. Dem stimmte auch Jens Wießner, Vorsitzender des Eifelquerbahn e.V., zu, wies aber zugleich drauf hin, dass eine Reaktivierung nur schrittweise erfolgen könne und man sich von Vereinsseite erst einmal auf die Abschnitte konzentrieren möchte die sich auch mit überschaubarem Aufwand reaktivieren ließen.

Zum Ende der gut 2 stündigen Veranstaltung wurde der Vorschlag geäußert, den kommunalen Arbeitskreis Eifelquerbahn zu reaktivieren.
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Westeifelbahner

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Westeifelbahner » Sa 8. Jun 2019, 09:46

jwiessner hat geschrieben:Stephan Pauly, Vorsitzender der BEG-Gesellschafterversammlung, kündigte ebenso wie Alexander Kirfel eine Einladung an die Vertreter der Kommunen an um das weitere Vorgehen zu besprechen, mit dem Ziel einen gemeinsam Weg zur Reaktivierung der Eifelquerbahn zu finden. Darüber hinaus werde man, gemeinsam mit der Vulkan-Eifel-Bahn, ein Beratungsunternehmen mit einer Untersuchung zu möglichen Fördertöpfen, auch auf EU-Ebene, beauftragen.

Nach dem Gutachten ist vor dem Beratungsunternehmen - auch das wird ja nicht kostenlos arbeiten... :roll:
Außerdem ungewöhnlich, wenn hier das sich bewerbende Unternehmen (Brohltalbahn) gemeinsam mit dem Unternehmen ein Beratungsunternehmen beauftragen will, dass den Betrieb schon zum 31.12.2012 einstellte, die Strecke seitdem nicht mehr nutzte und im Januar eine Bekanntmachung zur dauerhaften Stilllegung veröffentlichte.
Gruß Westeifelbahner

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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jwiessner » Sa 8. Jun 2019, 10:22

Westeifelbahner hat geschrieben:Nach dem Gutachten ist vor dem Beratungsunternehmen - auch das wird ja nicht kostenlos arbeiten... :roll:

Hier reden wir aber von "leicht" unterschiedlichen Beträgen. Während wir bei den Gutachten von Millionen reden geht es bei der Beratung vielleicht um einen Betrag im niedrigen vierstelligen Bereich, der sicherlich sehr gut angelegt ist. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen das ein Durchblick bei all den Programmen nicht einfach ist, und wenn man sich hier einen Experten holt kann dies nur von Vorteil sein.

Westeifelbahner hat geschrieben:Außerdem ungewöhnlich, wenn hier das sich bewerbende Unternehmen (Brohltalbahn) gemeinsam mit dem Unternehmen ein Beratungsunternehmen beauftragen will, dass den Betrieb schon zum 31.12.2012 einstellte, die Strecke seitdem nicht mehr nutzte und im Januar eine Bekanntmachung zur dauerhaften Stilllegung veröffentlichte.

Der letzte Betreiber einer Strecke hat nunmal die Aufgabe die Strecke zur Abgabe auszuschreiben, falls er nicht mehr beabsichtigt diese zu betreiben.
Aber es gilt jetzt den Blick nach vorne zu richten und eine positive Lösung für die Eifelquerbahn zu finden. Wenn hier alle an einem Strang ziehen, ist dies zu begrüßen.
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Westeifelbahner » Sa 8. Jun 2019, 11:23

Mich erinnert das zunehmend an die Bemühungen um die Westeifelbahn. Die Forderung, dass doch alle an einem Strang ziehen sollten, wurde auch immer wieder in den Raum gestellt. Das Ende der Geschichte ist bekannt...

Westeifelbahner hat geschrieben:Der letzte Betreiber einer Strecke hat nunmal die Aufgabe die Strecke zur Abgabe auszuschreiben, falls er nicht mehr beabsichtigt diese zu betreiben.

So ist es. Die Ausschreibung wäre folglich schon früher wünschenswert gewesen, da es im Fall der Wiederinbetriebnahme viel Arbeit erspart hätte, wenn man sich den Zustand vom 01.01.2019 ansieht und mit dem Zustand sechs Jahre vorher vergleicht. Auch hier reden wir von Kosten, die jetzt irgendwo in allen Kalkulationen zu Buche schlagen.
Nach 6 Jahren dürfte für den "letzten Betreiber" hinreichend Zeit gewesen sein, um alle nur erdenklichen Möglichkeiten zu prüfen und Beratungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen. Es wird auch sicher nicht an Kosten im vierstelligen Bereich gescheitert sein. Und ausgerechnet jetzt, wo die Strecke nach all den Jahren Dritten angeboten wird, will sich der "letzte Betreiber" gemeinsam mit einem Interessenten zur Übernahme seiner Infrastruktur an einem Beratungsauftrag beteiligen?

Westeifelbahner hat geschrieben:Aber es gilt jetzt den Blick nach vorne zu richten und eine positive Lösung für die Eifelquerbahn zu finden. Wenn hier alle an einem Strang ziehen, ist dies zu begrüßen.

Nur, wenn auch klar ist, wohin der Strang führt, an dem gezogen wird. Ich finde sehr positiv, wenn sich hier Unternehmen engagieren und bspw. an einer solchen Veranstaltung teilnehmen, um für die Efq zu werben. Das möchte ich ausdrücklich betonen und bitte da nicht falsch interpretiert zu werden!
Doch der Erfolg steht und fällt mit der Glaubwürdigkeit. Damit Vertrauen zu gewinnen. Zurückzugewinnen, wenn man bspw. daran denkt, was zwischen Gerolstein und Prüm geschah. Dazu trägt die aktuelle Entwicklung aus meiner Sicht nicht bei. Jeder, der sich kommunalpolitisch mit der Frage beschäftigt, fragt sich doch, woher die SPD schon im Ausschreibungsverfahren von einem (!) ernsthaften Bewerber wusste? Wohl nicht von DB Netz. Dann folgte die Pressemeldung der Brohltalbahn, die hier viele Fragen aufwarf. Immer noch ist mir völlig unklar, wie man sich einen möglichen Betrieb vorstellen will? Gesellschafter ist, wie hier schon diskutiert, ein Verein, der lt. veröffentlichter Tagesordnung auf der letzten JHV nicht mal einen Beschluss zur Eifelquerbahn getroffen hat noch den Erhalt der Eifelquerbahn als Satzungsziel haben wird. Die Gesellschaft selbst ist bislang u.a. für den Fahrbetrieb des Vereins auf einer Schmalspurbahn verantwortlich und betreibt weder eine Infrastruktur in vergleichbarer Länge zur Efq noch entsprechende "normalspurige" Personenzüge für Ausflugsverkehre oder SPNV.
„Der Verband der Deutschen Verkehrsunternehmen hat die Eifelquerbahn als potentielle Strecke in das Programm aufgenommen und eine Förderung beantragt. Warum also jetzt schon Fakten schaffen, statt neue Überlegungen anzustellen?“, wurde Linnerth (SPD) bereits Ende April im "Trierischen Volksfreund" zitiert. Hier tauchten die angeblichen Fördermöglichkeiten des Bundes zum ersten Mal auf.
Es folgt eine Veranstaltung der SPD (ja, wieder SPD!) auf Einladung von MdL Schmitt, von der jahrelang nichts mehr zum Thema zu hören gewesen war, aber nun genau dieses Programm des VDV vorstellen will. Zudem erhalten die Bewerber hierzu eine Gelegenheit, woraufhin die "Brohltalbahn" ankündigt auf die Kommunen zugehen zu wollen. Die Kommunen sind es im Übrigen auch beim zitierten Vulkanexpress, welche die Strecke betreiben, nicht aber das Unternehmen, dass nun auf der Efq als Bewerber auftritt.
Parallel veröffentlicht der Eifelbahn e.V. neuerdings auch wieder rege über die Entwicklung und spricht stets von der "Brohltalbahn und ein weiterer Bewerber."

Mich erinnert das alles leider sehr an eine Geschichte, in der erst eine Betriebsgenehmigung juristisch durchgesetzt wurde, weil man dann hoffte, dass die Kommunen kooperieren, um dann festzustellen, dass sie es doch nicht taten - und die Betriebsgenehmigung wieder zu verlieren.

Gruß Westeifelbahner

kurvenneiger
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon kurvenneiger » Sa 8. Jun 2019, 11:44

Ich wäre sehr froh wenn wir diese Vergangenheitsbewältigung nun mal lassen könnten und mit den Interessierten und Engagierten nach vorne schauen und möglich machen was möglich ist. Die Zeiten sind nun inzwischen auch ganz andere als noch im Jahr 2012. In den nächsten Jahren werden wir noch viele Dinge erleben die wir noch vor kurzem als völlig unmöglich erachtet haben.

Westeifelbahner

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Westeifelbahner » Sa 8. Jun 2019, 11:50

Mein Beitrag war keine "Vergangenheitsbewältigung", sondern die berechtigte Frage, wie die Zukunft denn nun aussehen soll? Es ist nun mal, wenn man vorne schauen will, keine ganz unerhebliche Frage, was hier eigentlich der Plan ist?
Gruß Westeifelbahner


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