Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Westeifelbahner

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Westeifelbahner » Fr 18. Okt 2019, 09:52

@Rolf: Ich teile deine Einschätzung, wie dargelegt, dass eine 80km/h-Prämisse nur die Strecke totrechnen würde. Dennoch sehe ich auch hier keinen Grund für "Verschwörungstheorien". Ich hatte das daher bewusst vorsichtig formuliert.
Verbandsdirektor Müller ist neu im Amt und wird sich womöglich noch nie näher mit der Reaktivierung Kaisersesch - Ulmen oder den Örtlichkeiten in der Eifel überhaupt beschäftigt haben. Der Verbandsdirektor vertritt auch nicht das Land, sondern den interkommunalen Zweckverband. Hierzu gehört sicherlich ein Bemühen um gute Beziehungen zum Land, aber sein Chef ist der Verbandsvorsteher: ein Landrat, neuerdings Landrat Pföhler. Gewählt ist er vom Beschluss der Verbandsversammlung der Kreise und kreisfreien Städte. Dabei spielt erfahrungsgemäß auch keine Rolle, wie ein Kandidat zur Eifelquerbahn steht, sondern die tatsächliche oder vermeintliche Kompetenz des Kandidaten.
Gruß Westeifelbahner

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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jwiessner » Fr 18. Okt 2019, 10:10

Westeifelbahner hat geschrieben:Und was sollten abschnittsweise Ausbau auf 80km/h bringen? Wie geschrieben:

Das Thema 80 km/h war gestern auch Thema bei den Grünen im Landkreis Vulkaneifel, dazu aber später mehr.

Wie schon gesagt, es macht zum jetztigen Zeitpunkt keinen Sinn darüber zu diskturieren. Wenn man mal soweit ist das die Strecke wieder für touristische Verkehre reaktiviert wurde kann man sich Gedanken über mögliche Optimierungen machen. Entscheidend wird sein, das man die entsprechenden Anschlusszüge in Gerolstein und Andernach erreicht.
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jwiessner » Fr 18. Okt 2019, 10:11

Weitere erfreuliche Nachrichten aus Gerolstein:

Bündnis 90/Die Grünen unterstützen Bemühungen zur Reaktivierung der Eifelquerbahn

Gestern Abend hat die Kreismitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen des Landkreises Vulkaneifel die Empfehlung ausgesprochen, das die Fraktionen der Stadträte, Verbandsgemeinden und des Kreistages alles tun sollen, um die im Kreis liegenden gewidmeten, ehemaligen Schienenstrecken zu erhalten.

So unterstützt man die Wiederaufnahme der touristischen Verkehre auf der Eifelquerbahn und sieht die Reaktivierung im SPNV als zwingend notwendig an.

Auch werden die aktuellen Bemühungen zur Nutzung der Westeifelbahn für touristische Verkehre in Verbindung mit einem parallel laufenden Radweg unterstützt. Der Ortsverband Kylltal hat sich bereits am 15. Oktober 2019 gegen die Entwidmung der Westeifelbahn ausgesprochen.
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Westeifelbahner » Fr 18. Okt 2019, 10:29

Wer die Bemühungen um die Eifelbahnen seit 20 Jahren und mehr verfolgt, hat diverse solche öffentlichkeitswirksamen, medialen Ankündigungen der GRÜNEN gehört (man ist ja schließlich die Umweltschutzpartei!) und ebenso oft Abstimmungen in den Gremien erlebt, in denen sich auch die grünen Fraktionsmitglieder gegen Westeifelbahn und Eifelquerbahn ausgesprochen haben.
Aber so oder so: In welchen Gremien sind die Stimmen der GRÜNEN in der West- oder Vulkaneifel entscheidend? Die Mehrheiten in den entscheidenden Gremien sind doch noch immer tiefschwarz.
Gruß Westeifelbahner

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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Cachaito » Fr 18. Okt 2019, 11:34

Als stiller Beobachter ein paar kurze Gedanken von mir.

Wichtig erscheint mir, dass bei der Eifelquerbahn nicht wieder so ein Eifelkrimi - oder besser: Eifelkrieg entsteht wie bei der Westeifelbahn (Prüm - Gerolstein) und alles wiederum unnötig in die Länge gezogen wird. Ansich bin ich ja ein Freund von attraktiven Fahrradwegen, aber ich meine schon, dass zumindest eine Eifelnebenstrecke für den touristischen Eisenbahnverkehr unbedingt zu erhalten ist.

Anstelle teuerer Maßnahmen für einen SPNV, der in meinen Augen nicht rentabel sein kann, zu ergreifen, sollte man doch die Idee des dualen Betriebs (Eisenbahn + Radweg) wieder andenken. Die Leute wollen nicht "bloss" passiv im Zug sitzen. Eine Strecke mit dem Rad fahren, und zurück mit dem Zug - das würde sicherlich die Attraktivität für die touristische Nutzung noch einmal erhöhen. Anstelle das Geld in die "80km/h-Ertüchtigung" zu stecken, wäre es für den dualen Ausbau besser angelegt, wie ich meine.

Eifelgrüsse
Rainer

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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon jwiessner » Fr 18. Okt 2019, 13:05

Cachaito hat geschrieben:Wichtig erscheint mir, dass bei der Eifelquerbahn nicht wieder so ein Eifelkrimi - oder besser: Eifelkrieg entsteht wie bei der Westeifelbahn (Prüm - Gerolstein) und alles wiederum unnötig in die Länge gezogen wird.

100% Zustimmung. Hier ist es wichtig das nun ALLE Beteiligten zusammenkommen um gemeinsam das Projekt Eifelquerbahn auf den Weg zu bringen.

Cachaito hat geschrieben:Ansich bin ich ja ein Freund von attraktiven Fahrradwegen, aber ich meine schon, dass zumindest eine Eifelnebenstrecke für den touristischen Eisenbahnverkehr unbedingt zu erhalten ist.

Es exisitieren nur noch 2 Nebenstrecken in der Eifel und es gilt beide zu erhalten. Es ist ja nicht so, das man einen attraktiven Radweg nur auf einer Bahntrasse bauen könnte.

Cachaito hat geschrieben:Anstelle teuerer Maßnahmen für einen SPNV, der in meinen Augen nicht rentabel sein kann, zu ergreifen, sollte man doch die Idee des dualen Betriebs (Eisenbahn + Radweg) wieder andenken.

Eines haben wir bei allen Gesprächen gemerkt, für die Kommunen vor Ort ist der SPNV das Ziel. Über das Thema 80 km/h würde ich auch gar nicht weiter diskutieren wollen, hier hat man von Seiten des ZSPNV wieder ein Thema auf den Tisch gebracht welches für die aktuellen Planungen, der Wiederaufnahme der touristischen Verkehre, absolut irrelevant ist.
Darüberhinaus ist der ÖPNV in den seltesten Fällen rentabel, er gehört aber zur Grundversorgung und hier darf die ländliche Region nicht benachteiligt werden.

Cachaito hat geschrieben:Die Leute wollen nicht "bloss" passiv im Zug sitzen. Eine Strecke mit dem Rad fahren, und zurück mit dem Zug - das würde sicherlich die Attraktivität für die touristische Nutzung noch einmal erhöhen.

Das ist auch ein Punkt den wir in unserer Broschüre aufgegriffen haben, es gilt Bahn und Rad miteinander zu verknüpfen und auch interessante Angebote vor Ort zu gestalten um so die Gäste auch in die Städte entlang der Strecke zu bringen.

Gruß
Jens
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Cachaito » Fr 18. Okt 2019, 13:34

jwiessner hat geschrieben:
Cachaito hat geschrieben:Es exisitieren nur noch 2 Nebenstrecken in der Eifel und es gilt beide zu erhalten. Es ist ja nicht so, das man einen attraktiven Radweg nur auf einer Bahntrasse bauen könnte.



Man sollte sich auf ein Projekt konzentrieren, anstatt immer wieder neue Baustellen zu eröffnen, die am Ende dann in einem endlosen und kostspieligem Desaster enden. Richtig, einen attraktiven Radweg kann man auch neben der Bahnstrecke bauen, und genau das sollte für die Eifelquerbahn auch das Ziel sein. Auf der Strecke Prüm - Gerolstein ist der Zug IMHO & im wahrsten Sinne des Wortes abgefahren. Wer wird denn noch eine nagelneue Brücke finanzieren wollen/können?

Dass die Kommunen neuerdings den SPNV propagieren, wundert mich etwas. Ich möchte es natürlich nicht in Frage stellen, aber bisher ging die Tendenz immer in die andere Richtung. Da war der Radweg eben nicht nur die 2. Wahl. Und wenn man sich den Fahrradboom der letzten Jahre, der auch insbes. der Erfindung des e-bikes geschuldet ist, so anschaut, ist es verständlich, dass Städte und Gemeinden den dadurch resultierenden und bitternötigen Tourismusaufschwung nicht ganz aus dem Blick verlieren.

Jedenfalls vielen Dank für deine Ausführungen und Bemühungen, Jens.

Ich werde die Sache weiter interessiert verfolgen, da ich eh fast jedes Wochenende in der Eifel unterwegs bin. Mit Camper & bike... :wink:

Grüsse
Rainer

Westeifelbahner

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Westeifelbahner » Fr 18. Okt 2019, 13:38

Cachaito hat geschrieben:Wichtig erscheint mir, dass bei der Eifelquerbahn nicht wieder so ein Eifelkrimi - oder besser: Eifelkrieg entsteht wie bei der Westeifelbahn (Prüm - Gerolstein) und alles wiederum unnötig in die Länge gezogen wird.

So traurig das Ende der Geschichte auch sein mag und so sinnlos die Bemühungen daher rückblickend vielleicht erscheinen, so möchte ich doch festhalten, dass auch in der Westeifel niemand einen Eifelkrimi wollte und auch keiner die Dinge unnötig in die Länge ziehen. Viele Menschen und einige Unternehmen haben sich für die Bahn eingesetzt - leider erfolglos.
Das gleiche Schicksal, was sich nun ggfs. auf der Eifelquerbahn wiederholen könnte - oder auch nicht. Es liegt nicht in unserer Hand.

Cachaito hat geschrieben:Anstelle teuerer Maßnahmen für einen SPNV, der in meinen Augen nicht rentabel sein kann, zu ergreifen, sollte man doch die Idee des dualen Betriebs (Eisenbahn + Radweg) wieder andenken. Die Leute wollen nicht "bloss" passiv im Zug sitzen. Eine Strecke mit dem Rad fahren, und zurück mit dem Zug - das würde sicherlich die Attraktivität für die touristische Nutzung noch einmal erhöhen.

Sorry, aber solche Vorschläge scheinen mir ortsfremd. Das attraktivste Angebot für Radler wäre mit dem Rad im Zug sitzen zu können, um bequem zum MMR ab Daun zu kommen. Hier ist das Angebot ideal, da der Radweg gleich familienfreundlich am Bahnhof beginnt - ohne Straßenverkehr. Kein wie auch immer zu planender Radweg zwischen beispielsweise Gerolstein und Daun wäre nur annähernd so attraktiv. Weder in Gerolstein noch in Pelm könnte man derart entspannt auf eine Radtour starten.

Gruß Westeifelbahner

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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Cachaito » Fr 18. Okt 2019, 14:17

Westeifelbahner hat geschrieben:So traurig das Ende der Geschichte auch sein mag und so sinnlos die Bemühungen daher rückblickend vielleicht erscheinen, so möchte ich doch festhalten, dass auch in der Westeifel niemand einen Eifelkrimi wollte und auch keiner die Dinge unnötig in die Länge ziehen. Viele Menschen und einige Unternehmen haben sich für die Bahn eingesetzt - leider erfolglos.
Das gleiche Schicksal, was sich nun ggfs. auf der Eifelquerbahn wiederholen könnte - oder auch nicht. Es liegt nicht in unserer Hand.


Das stelle ich auch gar nicht in Abrede. Mir tut es ehrlich leid für diejenigen, die Zeit und Herzblut für den Erhalt geopfert haben. Wer's verbockt hat? Sicherlich nicht die eingangs erwähnten... Gegenseitige Schuldzuweisungen gibt es bekanntlich genug. Da ich Menschen vor Ort kenne, die auch in der Kommunalpolitik involviert sind, habe ich natürlich mein eigenes Bild.


Westeifelbahner hat geschrieben:
Sorry, aber solche Vorschläge scheinen mir ortsfremd. Das attraktivste Angebot für Radler wäre mit dem Rad im Zug sitzen zu können, um bequem zum MMR ab Daun zu kommen. Hier ist das Angebot ideal, da der Radweg gleich familienfreundlich am Bahnhof beginnt - ohne Straßenverkehr. Kein wie auch immer zu planender Radweg zwischen beispielsweise Gerolstein und Daun wäre nur annähernd so attraktiv. Weder in Gerolstein noch in Pelm könnte man derart entspannt auf eine Radtour starten.


Nun, als ortsfremd möchte ich mich keineswegs bezeichnen. Die jetzige Radstrecke zwischen Gerolstein und Daun ist sehr wenig attraktiv; schon gar nicht für Familien oder Senioren. Natürlich wäre ein Weg entlang der Bahn wesentlich attraktiver und würde den idealen Anschluss des EAR an den MMR bedeuten. Im übrigen weiss ich nicht, was der MMR mit der Eifelquerbahnstrecke zu tun hat. Meine Idee liegt einfach in der parallelen Führung von Schiene und Radweg, weil beides voneinander profitieren würde. Sozusagen die bewährte win-win-Situation. Aber wenn du schon den MMR anführst, wirst du ja sicher auch wissen, wie beliebt der zugehörige Regio-Radler-Bus ist.

Mein Resumee: Bei einer Bahnstrecke wie der Eifelquerbahn wird der blosse Erhalt als touristisch genutzte Strecke schwierigst bis unmöglich werden. Ein paar gelegentliche Sonderfahrten können sicherlich nicht kostendeckend sein. Wie so oft lautet am Ende die Frage also: "Wer soll das bezahlen?" :roll:

Grüsse
Rainer

Rolf
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Rolf » Fr 18. Okt 2019, 14:46

Cachaito hat geschrieben:... Die jetzige Radstrecke zwischen Gerolstein und Daun ist sehr wenig attraktiv; schon gar nicht für Familien oder Senioren. Natürlich wäre ein Weg entlang der Bahn wesentlich attraktiver und würde den idealen Anschluss des EAR an den MMR bedeuten

Das sehe ich auch so. Ein Radweg "neben der Eisenbahn" heißt ja nicht unbedingt, dass er immer parallel zur Bahn laufen müsste. Er könnte auch, wenigstens teilweise, über vorhandene, ruhige Wirtschaftswege geführt werden. Einige Berührungspunkte bzw. Übergangsstellen zur Bahn würden m. E. völlig ausreichen, um das Angebot ausreichend zu vernetzen. Eine solche Kombination wäre in der Tat eine win-win-Geschichte.

Rolf
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Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Rolf » Fr 18. Okt 2019, 16:10

Westeifelbahner hat geschrieben:@Rolf: Ich teile deine Einschätzung, wie dargelegt, dass eine 80km/h-Prämisse nur die Strecke totrechnen würde. Dennoch sehe ich auch hier keinen Grund für "Verschwörungstheorien". Ich hatte das daher bewusst vorsichtig formuliert.
Verbandsdirektor Müller ist neu im Amt und wird sich womöglich noch nie näher mit der Reaktivierung Kaisersesch - Ulmen oder den Örtlichkeiten in der Eifel überhaupt beschäftigt haben. Der Verbandsdirektor vertritt auch nicht das Land, sondern den interkommunalen Zweckverband. Hierzu gehört sicherlich ein Bemühen um gute Beziehungen zum Land, aber sein Chef ist der Verbandsvorsteher: ein Landrat, neuerdings Landrat Pföhler. Gewählt ist er vom Beschluss der Verbandsversammlung der Kreise und kreisfreien Städte. Dabei spielt erfahrungsgemäß auch keine Rolle, wie ein Kandidat zur Eifelquerbahn steht, sondern die tatsächliche oder vermeintliche Kompetenz des Kandidaten.
Gruß Westeifelbahner


Das Geld für einen SPNV kommt vom Land. Und da man in Mainz nicht alle Wünsche erfüllen kann, muss auch ein Herr Müller darauf Rücksicht nehmen, bestimmte Prioritäten setzen und an anderer Stelle auf die Bremse treten. Letzteres tut er offenkundig bei der Eifelquerbahn. Und zwar so auffällig mit überzogenen Forderungen, dass es für mich zum Himmel stinkt. Am Ende hängt nun mal immer alles am lieben Geld, und darüber wacht nunmal der Finanzminister, und nicht Herr Müller.

Westeifelbahner

Re: Eifelquerbahn - Abgabe von Eisenbahninfrastruktur

Beitragvon Westeifelbahner » Fr 18. Okt 2019, 21:16

Rolf hat geschrieben:Das Geld für einen SPNV kommt vom Land. Und da man in Mainz nicht alle Wünsche erfüllen kann, muss auch ein Herr Müller darauf Rücksicht nehmen, bestimmte Prioritäten setzen und an anderer Stelle auf die Bremse treten. Letzteres tut er offenkundig bei der Eifelquerbahn. Und zwar so auffällig mit überzogenen Forderungen, dass es für mich zum Himmel stinkt. Am Ende hängt nun mal immer alles am lieben Geld, und darüber wacht nunmal der Finanzminister, und nicht Herr Müller.

Sicher? Quelle? Über das Geld des ZSPNV wacht der ZSPNV und damit nicht zuletzt der Verbandsdirektor. Die Kontrolle erfolgt durch einen Kreis, der von der Verbandsversammlung damit beauftragt wird. Das Land zahlt an den ZSPNV auch nicht nach Lust und Laune des Finanzministers, sondern im Wesentlichen in Abhängigkeit der Regionalisierungsmittel des Bundes und nach festgelegtem Schlüssel. Betreffend der Eifelquerbahn habe ich schlichtweg Zweifel, dass sich da in Mainz derzeit noch überhaupt irgendwer ernsthaft Gedanken macht, nachdem man das Projekt für gescheitert erklärt hat. Da braucht es keine "guten Kontakte", damit irgendwer extra überzogene Forderungen aufstellt. Das Land beruft sich auf die NKU, die kein förderfähiges Ergebnis ergab. Demgegenüber bleibe ich dabei, dass man das Zitat nicht auf diese eine Aussage beschränken sollte. Wenn Herr Müller das Thema SPNV Daun - Kaisersesch aufgreift, ist das schon eine ganze Menge - und mehr als sein Vorgänger oder das Land bisher getan haben.
Gruß Westeifelbahner


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