Radler: Angebot und Nachfrage

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Jonathan Schmidt
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Re: Radler: Angebot und Nachfrage

Beitrag von Jonathan Schmidt »

Hatte gestern nicht mehr de Lust, nachzuschauen, wann die Saisonzüge fahren... Danke!

Frag mich ernsthaft, was daran so schwer ist, einen Fahrplan zu lesen... Sahen die vor 20 Jahren echt ganz anders aus?

Wie ist das denn tariflich? Ich stehe am Bahnhof und kaufe mir RMV-Einzelfahrschein für teuer Geld. Möchte dann samt Fahrrad reisen. Der Zug ist überfüllt. Kann ich dann mit dem nächsten Zug samt Fahrrad einsteigen oder bräuchte ich dafür ein neues Ticket. Kundenfreundlich wäre ja 1., 2. halte ich aber für viel wahrscheinlicher :D
Viele Grüße aus Gießen
Jonathan

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Bahnminister

Re: Radler: Angebot und Nachfrage

Beitrag von Bahnminister »

eta176 hat geschrieben: Statt 4 wollten 12 Personen mit ihren Rädern den RE 3293 (Ko-Gi) nutzen.
Da der Tf aufgrund der zugestellten Fluchtwege und Feuerlöscher die Verant-
wortung nicht übernehmen konnte, und die Radler keine Einsicht zeigten, ging
es erst nach dem eingreifen der Polizei weiter ...
Richtig so, hätte ich als Tf genauso gemacht.
Ich kann den Zug nicht bis unters Dach mit Fahrrädern voll packen und kein Mensch kommt mehr raus.
Dann müssen sie eben auf den nächsten Zug warten.
Wenn ich schon mein Fahrrad mitnehme, muss ich eben damit rechnen.

Aber um mal ne Lösung vorzuschlagen: Nen schönen G-Wagen an den 628 dran gehängt, dann passt das :lol: 8)

stellwerkshüpper

Re: Radler: Angebot und Nachfrage

Beitrag von stellwerkshüpper »

Tickets behalten in dem Fall ihre Gültigkeit!!

Ist nur auch immer etwas ärgerlich für das Personal vor Ort.Da wird bei den Touristen wochenlang geplant,-wann fahren wir auf bzw neben der Lahn mit dem Kanu oder Fahrrad,wo starten wir,was müssen wir mitnehmen....
Nur wie und wann ich,wenn ich mein Ziel erreicht oder erschöpft bin,wieder zurück komme wird meistens vergessen.Dann stürmt man einfach den nächsten Bahnhof,stöhnt das dort kein Zug auf einen wartet (weil man diesen evtl mit einem Taxistand verwechselt??? :oops: ),man evtl nur noch die Schlusslichter eines Zuges sieht und dann 2 Stunden auf den nächsten warten muß.
In diesen 2 Stunden wird dann der Bahnhof in beschlag genommen (man hat sich schließlich eine Fahrkarte und damit wohl gleich den ganzen Bahnhof gekauft),sich gleichmäßig auf den Bahnsteigen verteilt,auf den Schienenköpfen balanciert,irgendwo gesonnt,und wenn der Fdl dummerweise die Tür offen stehen hat (weil es im Dienstraum ca 35 grad heiß ist und er etwas Frische Luft möchte) wird ungefragt ins Stellwerk gestürmt,sich beschwert das man ihnen keine belegten Brötchen oder Getränke verkauft,auf dessen zuerst bitten und dann anweiungen wird in keinster weise reagiert oder nur unter starkem protest.
Und wenn dann endlich die 2 Stunden rum sind und der erwartete Zug verspätung hat weil 1 Station vorher 35 Radfahrer und Kanuten,manchmal samt kanu,versuchen sich in den Zug zu quetschen,wird wieder gemeckert:"schei.. Bahn,da Fährt man mal nach 10 Jahren wieder und was ist? Man muß Stundenlang warten und dann hat der blö.. Zug noch verspätung,wofür gibt es eigentlich einen Fahrplan,die fahren eh nur so wie sie wollen!!!!????" :oops: :oops: :oops: :oops:
Nachdem der Zug dann endlich eingefahren und die Gruppe oder auch Gruppen in einer Seelenruhe einsteigen und der Zug weitere 5 minuten bekommen hat,hat man endlich wieder kurz Ruhe und ein Paar minuten Zeit um die Bahnsteige von den massen an Müll zu Befreien der einfach achtlos weggeworfen wird.
Doch die Ruhe ist nur kurz,denn wenige minuten später kommt auch schon die nächste Gruppe und das Spiel beginnt von neuem.
Dieses Schauspiel hat man als Springer dann manchmal mehrere wochenenden nacheinander,und da soll man immer freundlich bleiben.

In Diesem Sinne,auf einen schönen Sommer. Lg

Mattias
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Re: Radler: Angebot und Nachfrage

Beitrag von Mattias »

Hallo,
ich bin jahrelang zwischen Limburg und Gießen gependelt, ich habe Schlägereien, Polizeieinsätze und Triebfahrzeugführer erlebt, die sich schlicht geweigert haben, weiterzufahren. Alles wegen Fahrrädern. Besonders heftig ging es im Pendolino zu. Eine Möglichkeit wäre es, die Triebwagen umzubauen, wie es die Kurhessenbahn getan hat.
Gruß
Mattias
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Tonkutscher

Re: Radler: Angebot und Nachfrage

Beitrag von Tonkutscher »

Vielleicht sollte man zunächst einmal zur Kenntnis nehmen, dass Fahrradfahrer Kunden sind, welche ein Angebot der Bahn, nämlich Fahrräder zu transportieren, wahrnehmen wollen. Wahrscheinlich sind viele von denen nicht regelmäßig mit dem Zug unterwegs und deshalb nicht so fit, wenn es um Fahrpläne, Kleingedrucktes und die Zwänge moderner Betriebsabläufe geht.
Ist natürlich schwierig für die Kollegen, wenn Fahrzeuge und Fahrpläne auf den 08/15 Kunden ausgelegt sind. Der ist in der Regel gut zu Fuß,hat kein Sperrgepäck, kennt die Fahrzeuge und will nur schnell und pünktlich von A nach B.
Wenn die Bahn beschließt, Fahrradtransporte durchzuführen, so begibt sie sich in den Bereich der Touristikbahnen. Das ist nicht falsch, stellt an den Anbieter aber andere Herausforderungen.
Denn genau wie der Betreiber eines Ausflugslokals sich bei Sonne am Wochenende mit Personal und Wareneinkauf auf eine hohe Kundenfrequenz einstellt, sollte auch die Bahn etwas vorausschauend disponieren.
Wenn Gäste im Ausflugslokal zu lange trocken sitzen, werden sie genau so unduldsam, wie wenn sie wegen "geht nicht" auf irgeneinem abgewrackten Halepunkt den nächsten Zug abwarten müssen.
Ist allerdings im höchsten Maße unfair, wenn die Probleme auf das Personal abgewälzt werde. Darf eigentlich nicht sein, wenn so eine Veranstaltung mit Werbepotential nur genervte Mitarbeiter und verärgerte Kunden hinterläßt.

PaKu

Re: Radler: Angebot und Nachfrage

Beitrag von PaKu »

16:37 Uhr Regelzug ( Normaler Zug 628 )[FB] Fahrradmitnahme begrenzt möglich, mit 5 Minuten Verspätung in Villmar, Grund Radfahrer in Runkel.
Trotzt der Aufforderung des beschäftigten Kollegen vor Ort, doch den in 20 Minuten kommenden Saisonzug für Radfahrer zu nutzen ….
17:09 Uhr Saisonzug (Doppeleinheit 628 )
siehe Bild, da ist die Antwort.

Bild

Grüße Patrick

750mm-fan

Re: Radler: Angebot und Nachfrage

Beitrag von 750mm-fan »

Tja, die leidigen Radfahrer. :D

Da ich viel mit dem Rad unterwegs bin und dabei auch das Angebot der Bahn nutze, sind mir solche Situationen durchaus bekannt. :?
Für mich prallen da Welten aufeinander. Die Touristikbranche weist auf Radtouren hin und preist die Bahn als Verkehrsmittel an.

Hier z.B. für den Ruwer Radweg

Die Anreise zu den Startpunkten ist mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus und Bahn) möglich. In der Karte sind zudem die Haltestellen des Radlerbusses gekennzeichnet.

Plant eine kleine Radlergruppe an solchen Wochenenden wie Pfingsten eine (da bedarf es ja keinen Tag Extraurlaub) Tour, sind solche Erlebnisse, wie oben beschrieben, eigentlich an der Tagesordnung. Gerade auf Nebenstrecken.

Meine Erfahrung daraus ... nie an solchen Wochenenden, möglichtst einen frühen Zug für die Hinfahrt und möglichst einen der letzten Züge für die Heimfahrt. :wink:

eta176
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Re: Radler: Angebot und Nachfrage

Beitrag von eta176 »

Grenzwertig oder richtig ?

Pfingstsonntag RE 3290 (GI-KO) Bhf Diez, Planabfahrt: 18:14 Uhr

Sechs Fahrradfahrer (mit normalen Rädern - ohne Anhänger oder große Packtaschen) steigen zu. (Möglicher-
weise Teilnehmer von "Fahr zur Aar" - Autofreies Aartal zwischen Taunusstein und Diez?!) Da nur vier offiziell
mitgenommen werden dürfen, forderte der Tf zwei Radler zum Aussteigen auf. Nachdem dies nicht passiert,
werden vom Tf am Bahnsteig die Türen - bis zum Eintreffen der BuPo aus Limburg - verriegelt. Anschließend
müssen alle Radfahrer aussteigen und der RE setzt seine Fahrt mit rund 60min Verspätung fort.

Zahlreiche Reisende verpassen ihre Anschlüsse in Koblenz und kommen dadurch bis zu drei Stunden später an.

Die Rückleistung RE 3295 behält die +60min bis Limburg und musste zusätzlich auf Bedarf an den ansonsten
nicht bedienten Unterwegshalten Reisende aussteigen lassen, da die letzte RB nach Gießen (RB 25377) mit
zahlreichen Fahrrädern glücklicherweise pünktlich in Limburg um 20.23 Uhr abgefahren ist.
Trotz kurzer Wendezeit wird sich die Verspätung noch mit rund 30min auf die Rückleistung RE 3294 (GI-KO)
übertragen haben - und damit auch eine um 30min verlängerte Dienstzeit für die zahlreichen Fdl entlang der
oberen Lahn (Solms bis Kerkerbach).

War es das wert ???

Tonkutscher

Re: Radler: Angebot und Nachfrage

Beitrag von Tonkutscher »

Wie gesagt, wenn man Leistungen anbietet, sollte man sie auch erbringen können. Sonst nennt sich das "Lockangebot" oder einfach Nepp. Bei Touristikbahnen kann bei Bedarf meist ein Waggon beigestellt werden. Das geht bei der roten Bahn natürlich nicht so einfach. Die bisherige Werbung suggeriert aber, dass man sein Rad problemlos in jeden entsprechenden Zug stellen kann. Davon geht der Kunde dann auch aus. Wenn man ein limitiertes Angebot macht, so musss man das entsprechend kommunizieren. Besser ist es aber zweifelsohne, die Inneneinrichtung der Waggons entsprechend flexibel zu gestalten.

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Marcel Zehl
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Re: Radler: Angebot und Nachfrage

Beitrag von Marcel Zehl »

Zum 3290: Soweit ich gehört habe, sind die zum Ausstieg Aufgeforderten handgreiflich geworden und deshalb wurde die BPol hinzugerufen.

Die Rückleistung (3295) hat man in Wetzlar wenden lassen, dort als 3294 wieder mit etwa +30 zurück, bei mir (Ems West) waren es dank ausgefallener Neigetechnik (der VT fährt schon seit Freitag so rum) schon +39.
Wer wartet mit Besonnenheit, der wird belohnt zur rechten Zeit.

eta176
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Re: Radler: Angebot und Nachfrage

Beitrag von eta176 »

Marcel Zehl hat geschrieben:Zum 3290: Soweit ich gehört habe, sind die zum Ausstieg Aufgeforderten handgreiflich
geworden und deshalb wurde die BPol hinzugerufen.
Davon hat mein "Quelle" nichts gesagt, die es eigentlich hätte wissen müssen ...
Vielleicht gibt's ja noch ne Meldung darüber im Presseportal der BPol ...
Danke Marcel für die Info zur weiteren Entwicklung der Fahrtroute :wink:

Günther Moses
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Re: Radler: Angebot und Nachfrage

Beitrag von Günther Moses »

Am Freitag verkeherte die RB 25352 (Weilburg ab 10:58) als 3-teilige 628-Einheit, was doch sicherlich nicht planmäßig der Fall ist.
Wenn ich richtige gesehen habe war die letzte Einheit der 628 der KHB mit dem speziell umgebauten Fahrradwagen. Kann es sein, daß dieser mitüberführt wurde und an diesem Pfingstwochenende entlastend eingesetzt wird?

Gruß, Günther

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