Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Horst Heinrich
Oberrat A14
Beiträge: 2194
Registriert: Sa 18. Okt 2008, 23:07

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitrag von Horst Heinrich »

Nils hat geschrieben: Um mal konstruktiv weiterzumachen, hier steht es schwarz auf weiß: Das Land stellt 18 Mio € für "Zuwendungen für Infrastrukturinvestitionen zur Reaktivie-
rung von Bahnstrecken außerhalb des Rheinland-Pfalz-Taetes 2015" zur Verfügung:
Ohne mich jetzt in der Theorie öffentlicher Haushalte zu verlieren sei hierzu angemerkt:
- Wie der Name HaushaltsPLAN schon andeutet: Es handelt sich um PLANUNGEN, also InvestitionsABSICHTen.
Weder wird damit ausgedrückt, daß überhaupt Geld fließen wird, noch genau wofür.
Hier wird mal angedeutet, für was man u.U. bereit wäre, Geld auszugeben.

-Weiterhin bitte ich, die Aufmerksamkeit auf folgenden Passus zu richten
Veranschlagt sind Investitionszuschüsse für Maßnahmen an Schienenwegen zur Verbesserung des Schienenpersonenverkehrs auf der Grundlage von Vereinbarungen mit dem jeweiligen Infrastrukturbetreiber, insbesondere im Zusammenhang mit der Vorbereitung des "Rheinland-Pfalz-Takts 2015", zur Gestaltung des regionalen Güterverkehrs sowie die Kostenbeiträge an die DB Netz AG zur Bestandssicherung stillgelegter Bahnstrecken.

Hier geht es also um Strecken, für die Infrastrukturmaßnahmen bereits verhandelt und vertraglich gefaßt und geregelt sind.
Beides ist in Sachen Hunsrückquerbahn nicht der Fall.
Die Strecke ist sogar -wie Bernd richtig schreibt- aus dem Trassensicherungsabkommen mit der DB bereits herausgefallen.
Ich darf mir gar nicht vorstellen, die DB würde jetzt einen Entwidmungsantrag stellen mit dem Ziel, die Strecke abzubauen.
Zu 99% ginge dieser "durch" und hier würde auch kein gewissermaßen aus dem Hut gezaubertes Verkehrsbedürfnis a la Westeifelbahn mehr helfen, denn das aktuelle Stillegungsverfahren hat ja gezeigt, daß es eben keinen Interessenten gibt.

-Aus der Drucksache 16/3117 beachte man bitte des weiteren folgenden Abschnitt:
Die Finanzierung der Kosten für den sicheren Betrieb von Bahnstrecken ohne SPNV ist regelmäßig nicht nur aus den Trassenentgelterlösen der touristischen Verkehre möglich. Die Landesregierung hat deshalb in der Planung für den Doppelhaushalt Drucksache 16/3117 Landtag Rheinland-Pfalz – 16.Wahlperiode 2014/2015 eine neue Haushaltsstelle eingerichtet (Kapitel 03 21, Titel 891 51), aus der die notwendigen Anfangsinvestitionen mitfinanziert werden sollen. Es sind im Doppelhaushalt Ansätze in Höhe von je 5 Mio. € pro Jahr eingeplant; für die Jahre 2016 ff. wurden zudem Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 13 Mio. € eingestellt:
Das heißt:
Für 2014 gibt es 5 Millionen.
Die sind zu 85 % bereits gebunden: 2,3 Millionen Euro für die Zellertalbahn, 2 Millionen für die Brex.
Verbleiben für 2014 noch 800.000 Euro, doch um an die oder auch einen Teil der für 2015 anvisierten 5 Millionen zu gelangen, müßten -siehe oben- entsprechende Vereinbarungen bereits unterzeichnet sein.
Doch auch hier Fehlanzeige.
Noch etwas zu den doch beachtlichen "Verpflichtungsermächtigungen",
(Was das ist, kann jeder ja in den einschlägigen Lexika nachlesen) , immerhin stolze 13 Millionen Euro für die Jahre ab 2016 ff.
Auch das ist haushaltsrechtlich eine haarige Sache, denn sie dürften eigentlich nicht in den Haushalt eingestellt werden ohne Gewißheit, daß das Geld zur anvisierten Zeit auch zur Verfügung steht.
Sie werden daher in der Regel auch sehr schnell wieder herausgenommen - meist eher still und heimlich und meist im nächsten Haushaltsplan.

2016 finden Landtagswahlen statt, hier kann sich nicht nur wieder alles ändern, in diesem Jahr werden mit Sicherheit keine spektakulären Investitionen getätigt, schon gar nicht solche, die beim Wähler vor Ort auf wenig Gegenliebe stoßen, was wir ja in puncto Hunsrückquerbahn bereits leidvoll feststellen mußten

Fazit für mich:
Der jetzige Status Quo wird sich weder in diesem und wahrscheinlich auch im nächsten Jahr ändern.
Auf jeden Fall ist die Querbahn von öffentlichem Personenverkehr denkbar weit entfernt.
Ein EIU, das den vom Ministerium geforderten Voraussetzungen entspricht, ist genauso wenig vorhanden, wie ein EVU,
das konzessioniert ist und hier fahren möchte.
Die Kommunen, die ja auf jeden Fall 15% der förderfähigen Kosten schultern müssen, stehen der Sache skeptisch bis ablehnend gegenüber.
Die theoretisch aus dem Landeshaushalt abrufbaren Mittel sind derzeit unerreichbar, weil es keine rechtsgültigen, vertraglichen Vereinbarungen gibt.

Die Bemühungen um Rettung der Strecke stecken also immer noch in der Anfangsphase fest.
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

Bernd Heinrichsmeyer
Amtmann A11
Beiträge: 876
Registriert: Di 11. Jul 2006, 20:00
Kontaktdaten:

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitrag von Bernd Heinrichsmeyer »

saarepi hat geschrieben:Da muss Frischluft in den Hunsrück und Hochwald, nicht nur für die Bahn. Hier wird immer nur der "kleinkarierte" Blick auf die Bahn geworfen und persönliche Wünsche stehen auf der Agenda!.....Wer das Kirchturmdenken überwinden will, muss auf den Kirchturm steigen, um auch andere Kirchtürme zu sehen!
Gruß Erhard
Da stimme ich unumwunden zu 100% zu. Für mich als Rheinländer mit saarländischen Wurzeln (also alles lebenslustige Völker ;-)) war es 1991 ein Kulturschock, als ich in den Hochwald kam. 23 Jahre Dienst vor Ort haben es nicht besser gemacht. "Kirchturmdenken" ist teilweise noch zu positiv ausgedrückt. Einige sehen den eigenen Kirchturm schon nicht mehr ... . Leute, die es mit größerem Blickwinkel vor Ort gab, wurden in höhere Positionen weggelobt. Die Frischluftvision, die hier im Raume steht, bedarf bei machen "Kirchturmhütern" schon eine intravenöse Verabreichung.

Aber: Vielleicht ist es sinnvoll, dass alle, die hier Pro-Hunsrückbahn diskutieren sich zusammensetzen, egal ob man sich mag oder nicht, um gemeinsam, mit einer dann kräftigen Stimme für die Sache zu kämpfen. Denkt nicht, dass hier die fraglichen Leute nicht mitlesen: Man weiß also, wie diversifiziert die Szene die Sache sieht.
Bernd Andreas Heinrichsmeyer
http://www.heinrichsmeyer.com

Bernd Heinrichsmeyer
Amtmann A11
Beiträge: 876
Registriert: Di 11. Jul 2006, 20:00
Kontaktdaten:

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitrag von Bernd Heinrichsmeyer »

saarepi hat geschrieben:Wir haben gelernt, dass ein privates Unternehmen die Doppelbelastung EVU und EIU nicht stemmen kann, schon gar nicht im (Teil) Inselbetrieb.
Das EVU ist gar kein Problem und ein EIU unter den richtigen Rahmenbedingungen auch nicht. Aber Achtung: Das, was der ZV SPNV Nord bezahlt, reicht nicht aus, um kostendeckend zu fahren. Also wäre immer noch ein Delta offen, das auf eigenes Risiko gedeckt werden müsste (ich hatte das nachverhandelt, bevor wir zum Beschluss der Stilllegung kamen).

Jemanden, der auf Auftrag fährt, wird es immer geben. Das ist einfach. Der Streckenbetreiber sollte die öffentliche Hand sein, siehe Ostertal im Saarland.
Bernd Andreas Heinrichsmeyer
http://www.heinrichsmeyer.com

Horst Heinrich
Oberrat A14
Beiträge: 2194
Registriert: Sa 18. Okt 2008, 23:07

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitrag von Horst Heinrich »

Bernd Heinrichsmeyer hat geschrieben: Die Frischluftvision, die hier im Raume steht, bedarf bei machen "Kirchturmhütern" schon eine intravenöse Verabreichung.
Ich bin weit davon entfernt, den Hunsrücker und Hochwälder in Schutz zu nehmen, denn das hier Gesagte beobachte ich auch, freilich auch in anderen, streitbehangenen Bereichen wie Jagd, Forst, Umweltschutz...
Hierzu eine aussagefähige Anekdote.
Wer mich kennt, weiß, daß ich zwei Geländewagen mein eigen nenne.
Einer hat eine MZ-Nummer, der zweite eine SIM-Nummer.
Wann immer ich mit der MZ-Nummer vorfuhr, begegnete man mir sehr reserviert, kam ich hingegen mit dem SIM-Wagen, war man bedeutend entspannter.
Die Begründung lieferte mir vor Jahren mal ein Ortsvorsteher einer waldbesitzenden Hunsrückgemeinde:
"Wisse Sie, vun Määnz is zu uus noch neist g'scheites kumm".

Diese Urangst des Hunsrücker und Hochwälder, daß von außen erst mal nur Gefahr droht, ist historisch begründbar.
Den Menschen hier wurde von auswärts sehr oft nur Ungemach ins Land gebracht - da ist man entsprechend vorsichtig
und hält sich lieber an bewährte Denkmuster und Strukturen, die man kennt und überblicken kann.

Ich habe in mancher Mußestunde z.B. viele Aufzeichnungen früherer Förster der Region studiert, z.B. Dienstbücher, in die alles akribisch notiert wurde und auch manche vielsagende Begebenheit Eingang gefunden hat.
Die Leute, von auswärts nach hier versetzt, wurden nicht in 40 Dienstjahren mit den Einheimischen "warm".
Ein Förster aus der Region hatte kurzerhand Zugang zu den Menschen und war schnell akzeptiert.

Auch die Bahn ist etwas "von außen", der Hunsrücker hat sie nie als "seine Bahn" angenommen, sie brachte Einschnitte in zum Teil jahrhundertealte Gefüge, (sogar wörtlich zu verstehen, wenn man ihre Trassierung ansieht), dann wurde sie -wieder von außen- stillgelegt.
Jetzt vermißt sie niemand.

Der Hunsrücker ist überhaupt etwas leidenschaftslos.
Nicht umsonst konnte man hier 40 Jahre lang das hundertfache Vernichtungspotential der Hiroshima-Bombe in Sichtweite von Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern einlagern.
Daß man hier dadurch zum Zentrum eines Vergeltungsschlag des Warschauer Paktes -der sichere Tod für 200.000 Menschen-geworden wäre, hat kaum jemanden interessiert.
Im Gegenteil, aus ganz Deutschland angereiste Demonstranten wurden von den Menschen, für deren Leben und Unversehrtheit sie demonstrierten, nicht selten noch mit Mistgabeln und Knüppeln von den Wiesen verjagt.

Den Flughafen Hahn "verdanken" die Hunsrücker -ohne daß viele es wissen- gerade dieser stoischen Duldsamkeit und Introvertiertheit.
Als 1951 der französische Oberkommandierende Hettier de Boislambert auf der Suche nach einem Gelände für einen neuen Militärflughafen war, fiel seine Wahl auf den Ort Lautzenhausen.
Die von ihm ausgesandten Offiziere stellten fest, daß von den Menschen der Region ein geringer Widerstand, vor allem keine große oppositionelle Initiative und am wenigsten Anschläge o.ä. zu erwarten waren.

Das sollte man auch in puncto Bahnreaktivierung bedenken.
Sicher wird aus dem Kreis der Einwohner die geringste Mitwirkung kommen.
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

jojo54
Präsident der Deutschen Bundesbahn B11
Beiträge: 4247
Registriert: Di 7. Aug 2012, 20:30

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitrag von jojo54 »

Hallo,

die Verkehrszahlen am Flughafen Hahn waren auch im ersten Halbjahr 2014 weiter rückläufig.
Hierzu ein kurzer Beitrag aus dem Trierischen Volksfreund.

http://www.volksfreund.de/nachrichten/r ... 26,3950241

MfG
jojo54

Axel kron
Betriebsassistent A5
Beiträge: 194
Registriert: Di 19. Mai 2009, 22:59

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitrag von Axel kron »

Laut SWR/RP Videotext vom 04.09.2014 um 10.37 Uhr (Seite 119)

Mainz
Rot-Grün will Hunsrückbahn zurück

Die Rot-Grüne Landesregierung will bis zur Landtagswahl 2016 die Weichen für die Reaktivierung der hunsrückbahn zum Flughafen Hahn stellen.
"Der Plan sei es, das noch in dieser Legislaturperiode Baurecht geschaffen wird", sagte der Sprecher des Verkehrsministeriums, Pecht. mögliche Klagen gegen das Projekt können laut Pecht Einfluss auf den Zeitplan haben.
Die Hunsrückbahn verläuft von Langenlonsheim (Kreis Bad Kreuznach) bis Büchenbeuren am Flughafen Hahn. Die Bahn hatte die Trasse 2003 gesperrt.


Meine Frage: Die Trasse war nie Stillgelegt. Wieso kann man dort dann Klage einreichen ??

Gruß nachdenklicher Axel

Horst Heinrich
Oberrat A14
Beiträge: 2194
Registriert: Sa 18. Okt 2008, 23:07

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitrag von Horst Heinrich »

Axel kron hat geschrieben:Meine Frage: Die Trasse war nie Stillgelegt. Wieso kann man dort dann Klage einreichen ??

Gruß nachdenklicher Axel
Klagen sind möglich z.B. gegen die Neubauabschnitte, insbesondere zur Schaffung von Kreuzungsmöglichkeiten in Guldental und Simmern.
Ich habe mich allerdings schon längere Zeit gefragt, warum man hierzu nicht die früher hier reichlich vorhandenen Gleisanlagen in den Bahnhöfen wieder herstellt, damit fiele das ganze ja unter Bestandsschutz.

Noch in dieser Legislaturperiode ( 2011-2016) Baurecht zu schaffen ist freilich ein ehrgeiziges Ziel.
Man darf gespannt sein!
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

Axel kron
Betriebsassistent A5
Beiträge: 194
Registriert: Di 19. Mai 2009, 22:59

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitrag von Axel kron »

Ich versteh auch nicht, warum man nicht die vorhandene Infrastruktur wiederbelebt. Wäre doch sehr viel billiger als dieser Neubau. Oder ?? Ich hab in Augustfehn (Ostfriesland) auch eine 1-spurige Eisenbahnlinie gesehen. Dieser ist unter Draht und es wird dort der Gegenzug abgewartet (und Formsignale :wink: ). Bilder krieg ich hier leider nicht rein. Warum auch immer. Hab Sie bei mir auf Facebook. Falls es jemand interessiert.

Warum kann man die Züge bei uns auch nicht Einspurig fahren lassen mit Kreuzungsbahnhöfe ??

Benutzeravatar
schimi
Direktor A15
Beiträge: 2776
Registriert: Di 26. Jul 2005, 02:32

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitrag von schimi »

saarepi hat geschrieben:Steht irgendwo etwas von zweigleisigem Ausbau?
Ja, in den Planungsunterlagen.
In Guldental und Simmern sind jeweils 2-gleisige Abschnitte für fliegende Kreuzungen geplant.

Horst Heinrich
Oberrat A14
Beiträge: 2194
Registriert: Sa 18. Okt 2008, 23:07

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitrag von Horst Heinrich »

Axel kron hat geschrieben:Ich versteh auch nicht, warum man nicht die vorhandene Infrastruktur wiederbelebt. Wäre doch sehr viel billiger als dieser Neubau. Oder ??
Über das, was an Infrastruktur mal da war und was man eigentlich mühelos wieder herstellen und wieder nutzen könnte, gibt Markus Götterts Hunsrückbahnseite reichlich Auskunft.
Doch die Planungen des "Airport-Expresses" sehen ja Halte im Guldenbachtal mit Ausnahme von Rheinböllen nicht vor.
Wozu also die Gleisanlagen, die mitten in den Dörfern liegen, überhaupt einplanen?
Wie ich schon immer anmerkte, geradezu das Patenrezept um organisierten Widerstand der Anwohner zu provozieren:
Emissionen ja - ein Bahnanschluß nein.
Da würde ich mich als Anlieger auch beschweren.

Die ganze Planung, die nun mit dem immer noch laufenden Planfeststellungsverfahren verfolgt wird, ist ja faktisch auch schon gute 10 Jahre alt und basierte auf der utopischen Annahme von 10 Millionen Fluggästen jährlich und vielen hundert Tonnen Fracht, die über nächtliche Ganzzüge abgefahren werden sollten...

Inzwischen hat sich einiges geändert.
Auch die Kosten-Nutzen-Betrachtung.
Zuletzt waren vor drei Jahren 104 Millionen Euro anvisiert.
Inflationsbereinigt wären das heute schon 110 Millionen.

Es würde mich freuen, wenn es trotzdem zu einer Realisierung käme.

Ich halte sie dennoch für unwahrscheinlich.
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

jojo54
Präsident der Deutschen Bundesbahn B11
Beiträge: 4247
Registriert: Di 7. Aug 2012, 20:30

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitrag von jojo54 »

So schnell die Meldung im SWR-3-Videotext am 04.09.2014 eingestellt war, so rasch war sie auch wieder verschwunden.
Andere Beiträge und Hinweise kann man dagegen tagelang lesen.

Vermutlich hat sich da jemand weit aus dem Fenster gelehnt und der wurde zurück gepfiffen.

Es gelingt nicht, die Hunsrück- und Hochwaldbahn im aktuellen Zustand zu erhalten, sonst wäre es ja nicht zur Stilllegung per 12.08.2014 gekommen und da will eine rot-grüne Landesregierung innerhalb von zwei Jahren so schnell handeln. Was geschieht denn, wenn die jetzige Regierung in zwei Jahren abgewählt wird ? Von den jetzigen Parlamentarier dürfte sich in der Realität doch kaum einer mit der Hunsrückbahn beschäftigt haben, geschweige denn wissen, in welchem Zustand sie aktuell ist.

Deshalb meine Meinung: Was im Videotext zu lesen war, ist nur Geschwätz, mehr nicht.

Übrigens, es ist erstaunlich, dass sich bis zum heutigen Tag die Lokalpresse weder der Stilllegung, noch den Planungen der Landesregierung angenommen hat.

MfG
jojo54

Horst Heinrich
Oberrat A14
Beiträge: 2194
Registriert: Sa 18. Okt 2008, 23:07

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitrag von Horst Heinrich »

Eine Meldung heute in der Allgemeinen Zeitung.
http://www.allgemeine-zeitung.de/lokale ... 540519.htm
Wahrscheinlich wurde die Videotextmeldung "recycelt".
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

Gesperrt