Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Strecke Emmelshausen - Boppard und das Hunsrückbahnmuseum.
Bernd Heinrichsmeyer
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Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Bernd Heinrichsmeyer » Sa 13. Sep 2014, 14:00

Interessant in diesen Diskussionen ist immer das beachtliche Halb- oder Unwissen der Diskutanten. 100 Züge am Tag. Wovon träumt man denn da? Wenn man von einem Stundentakt außer den Nachtstunden ausgeht, dann kommt man bestenfalls auf 16 Umläufe, also 32 Fahrten. Und Simmern - Stromberg 2gleisig? Aus welcher Pulle haben die getrunken??? :roll: :?

Völliger Unsinn und ein verkehrspolitischer Blackout ist die Idee, nur wenige Halte durchzuführen. Bei den heutigen VT kann man ohne großen Fahrzeitverlust öfter anhalten. Dann macht die Sache erst Sinn, nämlich als eine Erschließung der Region - und nicht als bloßer Airportshuttle, dessen Berechtigung ja immer mehr in Zweifel gerät. Diese BI Leutchen wären besser beraten, für Haltepunkte und sinnvolle Lärmschutzmaßnahmen zu kämpfen.
Bernd Andreas Heinrichsmeyer
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Axel kron
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Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Axel kron » Mo 29. Sep 2014, 20:07

Was sagt man dazu ????

http://www.ardmediathek.de/tv/Landessch ... tId=207880

Mir fehlen die Worte.

Gruß nachdenklicher Axel

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Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Horst Heinrich » Di 30. Sep 2014, 10:31

Der Fernsehbericht ist -das sieht man als Insider direkt- von interessierter Seite lanciert, hier bestehen wohl gute Verbindungen zur SWR-Redaktion.
Er ist aber auch ein Zusammenschnitt von teils älteren Beiträgen.

Stichwort: "Schnellbahnkorridor".
Diese Planung wurde unlängst zu den Akten gelegt, der Korridor -sehr zu Gefallen z.B. der Kirchberger Gewerbetreibenden- entsprechend angepaßt.

Stichwort Hans Dunger
Daß er bei seinen altgrünen Parteifreunden in Mainz (Dr. Manz u.a.) beharrlich zugunsten eines Radweges interveniert, ist bekannt, man kann ihn mit Fug und Recht einen Velozipedophilen nennen, der den täglichen Weg von Kirchberg zu seiner Simmerner Schule bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad zurücklegt.
Hierbei ist der Mann so verbohrt, eine intakte Schieneninfrastruktur zerstören zu wollen, obwohl gut ausgebaute Wirtschaftswege -teils parallel zur Bahnstrecke geführt- zur Verfügung stehen.
Das ist aber zum Glück bei der großen Mehrheit der rheinland-pfälzischen Grünen anders, hier geht Streckensicherung vor Abbau.

Stichwort Bohr
Die rührige Unternehmerfamilie spielt natürlich im Verkehrsgeschehen rund um den Hahn eine große Rolle und hat ein beachtliches Firmenimperium aufgebaut, andererseits ist die Sache mit dem 45-Hektar-Betriebshof ein wenig dick aufgetragen.
Auch ohne diesen, angeblich die unternehmerische Expansion bremsenden, ominösen Schnellbahnkorridor würde man das Projekt wegen der stark rückläufigen Umsatzzahlen derzeit nicht realisieren.
Ich denke die Schnellbahn ist da eine willkommene Ausrede.
Außerdem: Siehe oben. Die Schnellbahn ist ohnehin zu den Akten gelegt.

Stichwort Windesheim.
Hier ist bereits alles gesagt - die Leute sind einfach schlecht informiert und haben keine Ahnung, andererseits muß man sich nicht wundern.
Ein aufstrebender Ort, dem kein Halt zugedacht sind, in dessen Mitte aber gleich zwei neuralgische BÜ's und viele Häuser dicht an den Gleisen liegen (vgl. Sohren) - kein Wunder, daß sich hier Widerstand regt, läßt doch die Öffentlichkeitsarbeit hinsichtlich Reaktivierung sehr zu wünschen übrig.
Solange immer noch Horrorzahlen (100 Züge täglich :roll: ) unwidersprochen die Runde machen...

Fazit:
Ein Beitrag der überwiegend alte Erkenntnisse wiederholt und eigentlich nichts Neues bringt.
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Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Horst Heinrich » Di 30. Sep 2014, 12:36

saarepi hat geschrieben:
Es wurden aber auch alte Erkenntnisse vorgetragen, die schon lange nicht mehr aktuell sind.
Der SWR selbst hat vor einigen Monaten darüber berichtet, dass die Freihaltung der Schnellbahntrasse von 300 Metern aufgehoben sei.


Das ist ja auch ein Grund dafür, daß das deutsche Volk verdummt - die Presse versteht ihr Handwerk nicht mehr.
Die Journalisten können nicht mehr schreiben, sie können nicht mehr recherchieren und haben auch nicht mehr die für ihren Beruf notwendige Allgemeinbildung.
Man kann es jeden Tag lesen.
"Der Zugführer konnte den Zug nicht mehr rechtzeitig bremsen, hupte aber noch, trotzdem war nach Auskunft der Bundesbahn der Unfall nicht mehr zu verhindern" usw. :roll:

Allein über meine Erfahrungen mit dem Lokaljournalismus in Sachen Hunsrückbahn könnte man schon wieder einen interessanten Bericht schreiben...
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Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Horst Heinrich » Di 30. Sep 2014, 14:50

saarepi hat geschrieben:Wobei ich ja bei einem Beitrag der SWR Landesschau nicht von einem Lokalreporter ausgehe.

Ich habe Herrn Wolfgang Bartels vom SWR eine Mail geschrieben!

Wolfgang Bartels, der seit 1985 in Trier heimisch ist, gehört zu den Hunsrücker "Alt"-Grünen und Linken.
Früher hat er als freier Journalist für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften gearbeitet, u.a. für das legendäre Hunsrück-Forum, wo er auch als Friedensaktivist in Erscheinung getreten ist und gegen den Rückzug der Bundesbahn aus dem Hunsrück (vor allem in den Jahren 1983 bis 1996) zu Felde gezogen ist.
http://www.hunsrueckforum.de/htdocs/_img/PDF/27.pdf
Nun scheint er als freier Reporter für den SWR wie sein alter Weggefährte Dunger die Seiten gewechselt zu haben und eher hunsrückbahnfeindlich eingestellt zu sein.

Für einen eher dem liberalen Spektrum angehörenden echten Grünen (so können wir Forstleute uns nach Erfindung und Etablierung des Begriffes Nachhaltigkeit wohl mit Fug und Recht nennen) ist das immer wieder eine traurige Genugtuung, wie die einstigen Aushängeschilder der modernen grünen Bewegung inzwischen ins saturierte Establishment gewechselt sind.
Wie prophezeite damals mein alter Forstdirektor:
"Wenn die erst einmal an der Macht sind, werden sie schlimmer als jeder sture Konservative."
Wie recht er doch hatte.
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Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Westeifelbahner » Di 30. Sep 2014, 16:19

@Horst Heinrich:
Volle Zustimmung! Leider...
Ich habe mich ja auch schon mehrfach hier im Forum kritisch zur grünen Verkehrspolitik in RLP geäußert und stehe auch zu der Aussage, dass die FDP in ihrer letzten Regierungszeit weit mehr für die Nebenbahnen in RLP getan hat als die Grünen heute. Weit mehr.
Zugleich nutze ich die Gelegenheit zu betonen, dass ich ein grünes Herz habe und mich den eigentlichen, ursprünglichen Zielen der Grünen sehr verbunden fühle. Grün ist, fürche ich heute oft, leider inzwischen mehr eine "Mode", ein gutes "Image" oder eine "Karrierechance", aber nicht mehr das, wofür wir mal angetreten sind.
Bei den verbliebenen Strecken meiner Heimat, sei es Gerolstein - Prüm oder Erdorf - Bitburg, haben sich Grüne in den letzten Jahren schon häufig genug für den Abbau ausgesprochen.
Gruß Westeifelbahner

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Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Horst Heinrich » Mi 1. Okt 2014, 18:58

saarepi hat geschrieben:Ich habe auch per Mail mit Herrn Dunger (der hier mit liest) [...] Kontakt aufgenommen.

Gruß Erhard

So wie er auch zumeist entlang der Strecken -oft im vermeintlichen Schutz der Anonymität- herumradelt und mit seiner Kamera ständig glaubt, irgendwelche Indizien dafür ablichten zu müssen, daß die Bahn auf dem Hunsrück keine Chance mehr hat.
Während der Fahrtage des Saar-Hunsrück-Expresses war es ihm auch ein dringendes Anliegen, ständig vor allem die leeren oder schwach besetzten Wagen im Bild festzuhalten.
Im alljährlichen Hunsrücker Heimatjahrbuch widmet er auch seit Jahren dem Verfall des Hunsrücker Schienennetzes ausführliche Text- und Bildbeiträge, wobei er stilistisch nicht gut genug ist, seine Genugtuung für dieses Verbrechen zumindest etwas zu kaschieren.
Stattdessen liest man eine billige Häme heraus und das heimliche Verlangen nach einem Hunsrücker Bahntrassenradwegenetz, auf dem dann vor allem er selbst unterwegs sein würde, wenn er in zwei, drei Jahren in den Ruhestand getreten ist.
Ein solcher verkehrspolitischer Fürsprecher hat den Grünen im Landkreis noch gefehlt, vor allem die heimischen Autohäuser werden es ihm danken, wenn sie nicht durch eine gute Schienenanbindung alsbald Konkurrenz bekommen.

Sein Dissertationsthema übrigens 1981 war ein forstlich-betriebswirtschaftliches.
Die hier freigelegten Ansätze sind nicht mal schlecht und zeugen eigentlich von einer nachhaltigen Grundhaltung.
Na ja, aber schon mancher Paulus wurde ja im Laufe seines Lebens wieder zum Saulus.
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Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Rolf » Do 2. Okt 2014, 13:27

Der Herr Dunger macht einen Denkfehler. Er sollte mal, wie ich kürzlich mit meiner Frau, den Vennbahnradweg abradeln. Zwischen Pronsfeld und Sourbrodt, also weit weg von den Zentren, ist ziemlich wenig los, weil der Weg weit ab vom Schuss liegt. Je näher man nach Aachen kommt, desto voller wird es dann aber. Ab Monschau ist der Fahrradweg dann an schönen Tagen rappelvoll. Auch die Parkplätze sind vollgeparkt mit Autos, die am Rande abgestellt werden. Kurzum: Die Leute fahren in Massen mit dem Auto (+ Fahrrädern) zu der Strecke, stellen es am Rande irgendwo ab und radeln dann etwas durch die Gegend. Und dann fahren sie offensichtlich wieder zurück zum Ausgangsort (Parkplatz), packen das Rad aufs Auto und fahren zurück nach Hause. Das kann man als Grüner doch nicht zum Ziel haben! Viel besser wäre es gewesen, die Vennbahn würde noch existieren und würde den An- und Abtransport der Radler auf dem parallel geführten Radweg übernehmen. Dann könnte das Auto in der Garage bleiben! Solche Lösungen zu fördern müsste "grüne" Politik sein. Leider ist das bei der Vennbahn nicht geschehen. Eine große Chance wurde vertan. Die Peripherie der Eifel bekommt von den Fahrrad fahrenden Menschenmassen offensichtlich nur wenig ab. So würde es auch auf einem Hochbahnradweg gehen. Ich bin sicher, dass nur in der Nähe der Zentren ein Ansturm auf den Fahrradweg geben wird. So wie im unteren Ruwertal. Oder auf dem Vennbahnradweg bei Aachen. Der zentrale Hunsrück würde wenig abbekommen. Besser wäre es daher auch aus Sicht eines Fahrrad-Fans, die Bahn würde die Touristen bis Hermeskeil befördern. So könnte man einen Ausflug mit der Bahn prima mit einer Fahrradtour verbinden. Alles ganz ohne Auto! Da müsste doch das grüne Herz höher schlagen!

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Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Bernd Heinrichsmeyer » Do 2. Okt 2014, 20:39

Horst Heinrich hat geschrieben:
saarepi hat geschrieben:Während der Fahrtage des Saar-Hunsrück-Expresses war es ihm auch ein dringendes Anliegen, ständig vor allem die leeren oder schwach besetzten Wagen im Bild festzuhalten.

Das war wirklich interessant. Er war stets zu den "schlechten" Zügen da, an schlechten Tagen (z.B. Freibadwetter, Feiertag, Fußball o.ä.) und er war immer sehr um Aufnahmen bemüht. Ich erinnere mich, dass er einmal mitfuhr und so tat, als würde er mich nicht kennen. Eigenwillige Sache.
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Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Dieselpower » Do 2. Okt 2014, 23:15

Wer daran glaubt, daß die grünen "grün" sind, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten....

Das einzige, was von der "echten" grünen Politik geblieben ist, sind schräge, teils anarchistische Ansichten in manchen Bereichen. Die wahre Ideologie ist längst über Bord geworfen worden. Das ist leider so, auch wenn viele Anhänger etwas anderes behaupten. Wie schon an anderer Stelle jemand bemerkte, eine Partei, die mittlerweile fast weg vom Fenster ist, hat gerade in RLP mehr für die Bahn getan, als die sogenannten "Ökos". Ich neige fast dazu, sie als gemeingefährlich zu bezeichnen, siehe Frau Herrmann aus Berlin....wer das ist? Die Bürgermeisterin von Berlin-Friedrichshain/Kreuzberg. Mehr will ich zu dieser seltsamen Person gar nicht sagen, sonst wird's mir als Propaganda ausgelegt - googelt selbst nach dieser Irren!
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Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Horst Heinrich » Fr 3. Okt 2014, 10:00

Ich habe die "Karriere" der rheinland-pfälzischen Grünen gewissermaßen von ihrer Geburtsstunde an bis heute erlebt, die meisten Protagonisten von einst hatten nichts eiligeres zu tun, als in die Rundum-Versorgung des einst verhaßten Establishments zu streben.
Ständig hatte man mit ihnen im Forstbereich zu tun, denn das "allgegenwärtige" Waldsterben rief sie mit abenteuerlichem Halb- und Unwissen auf den Plan, die absurdesten Auseinandersetzungen galt es zu führen.
Bis heute zeigen sich viele von ihnen -zumeist als Beamte im höheren Dienst oder Abgeordnete alimentiert- unbelehrbar und oft sehr demagogisch, das Wort vom "Tugendterror" macht die Runde.
Was mich aber am meisten ärgert und gleichzeitig freut, da ich viele entsprechende Wetten gewonnen habe, daß sie zugunsten ihrer finanziellen Versorgung und zwecks Machterhalt so ziemlich jede einstige Position verraten und verlassen haben, für die sie mal standen.
Hochmoselübergang, Straßenbau (z.B. A 1-Lückenschluß), der Ausverkauf des Forstwesens im Lande, Auslandseinsätze der Bundeswehr, Einführung der sozialistischen Einheitsschule, Aufbau eines Parteigenossen-Netzwerkes mit dem Ziel der Gesinnungskontrolle und nicht zuletzt die Zustimmung zu einer rheinland-pfälzischen Bahnpolitik der Zerschlagung und Stillegung u.v.m.
Aber hier ist kein Politik-Forum und daher komme ich wieder zur Bahn im Hunsrück zurück.

An ihrem Niedergang tragen die Grünen oder der Velozipedophile Hans Dunger ausnahmsweise einmal nicht die Hauptschuld.
Für diese Entwicklung ist einzig und allein der Bürger selbst verantwortlich, der zum Schienenverkehr keine Affinität hat, ja der selbst den recht guten Busverkehr nicht zu nutzen weiß und seit 60 Jahren auf das Auto fixiert ist.

Die Bahn hat da viel zu tun, um wieder Boden gut zu machen.
Auf der Strecke Kirchheimbolanden-Alzey, dich ich immer gerne zum Vergleich heranziehe, hat es 10 Betriebsjahre gedauert, bis halbwegs solide Auslastungszahlen erreicht waren.
Damit müßte man auf dem Hunsrück mindestens rechnen.
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Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Rolf » Fr 3. Okt 2014, 10:19

Eine sehr zutreffende Analyse!


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