Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Strecke Emmelshausen - Boppard und das Hunsrückbahnmuseum.
Bernd Heinrichsmeyer
Amtmann A11
Beiträge: 876
Registriert: Di 11. Jul 2006, 20:00
Kontaktdaten:

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Bernd Heinrichsmeyer » Fr 3. Okt 2014, 20:52

Horst Heinrich hat geschrieben:Auf der Strecke Kirchheimbolanden-Alzey, dich ich immer gerne zum Vergleich heranziehe, hat es 10 Betriebsjahre gedauert, bis halbwegs solide Auslastungszahlen erreicht waren. Damit müßte man auf dem Hunsrück mindestens rechnen.

Das ist völlig richtig. Das Kibo-Projekt war 1998 sehr umstritten. Ich erinnere mich noch gut, wie mit großen lokalen Engagement der neue Haltepunkt dort gebaut wurde - so ein bisschen gegen den Willen der Landespolitik (zumindest nicht mit deren Unterstützung). Heute steht man vor Ausbau und Anhebung der HG auf 80 km/h. Wie so oft schon geschrieben: Wo ein Wille, da ein Weg. Und stimmt das Angebot, stimmt auch die Nachfrage (eine Weisheit, die bereits jeder Ersti in BWL lernt).
Bernd Andreas Heinrichsmeyer
http://www.heinrichsmeyer.com

Axel kron
Betriebsassistent A5
Beiträge: 194
Registriert: Di 19. Mai 2009, 22:59

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Axel kron » Do 9. Okt 2014, 17:04

Hallo saarepi,

hast du schon von irgendjemand eine Rückantwort erhalten ???

Gruß Axel

Rolf
Amtsrat A12
Beiträge: 1361
Registriert: Do 1. Feb 2007, 21:39
Kontaktdaten:

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Rolf » Do 13. Nov 2014, 21:38

Weitgehend unbemerkt tut sich auch wieder was am Airport Hahn. Nachdem Ryanair das Angebot ab Hahn drastisch gekürzt hatte (es fehlen z. Z. Flugzeuge, 280 neue sind aber bestellt, kommen allerdings erst in den nächsten Jahren), macht sich stillschweigend Wizzair am Flughafen breit. Ab 2015 sind es schon 9 Ziele, die Wizz-Air anfliegen wird. Darunter sind auch klassische Ziele von Ryanair, etwa Wilna und Danzig. Was darf man daraus schließen? Erstens: Es gibt wohl doch einen Markt ab Hahn, wenn Wizz-Air von Ryanair aufgegebene Strecken übernimmt! Zweitens: Ryanair beantwortete solche "Wilderei" im eigenen Vorgarten gewöhnlich mit Kampfpreisen und erhöhtem Angebot auf den umkämpften Strecken. Diesmal aber nicht. Ryanair scheinen also tatsächlich die Flugzeuge zu fehlen (alle anderen Details sprechen im Übrigen ebenfalls dafür). Kurzum: Wenn wir uns auch über die vergeudeten Millionen am Hahn ärgern dürfen, so dürfen wir uns zum Trost wenigstens darüber freuen, dass der Flughafen als möglicher Hilfsmotor für eine Reaktivierung der Bahnstrecke wieder langsam an Fahrt gewinnt!

http://www.aero.de/news-20674/Wizz-Air- ... en-an.html

Wer sich die phantastische "Wassertalbahn" im Norden Rumäniens mal anschauen möchte, was ich nur wärmstens empfehlen kann, ist mit den Flugzielen Temesvar (Timisoara) oder Tagu Mures übrigens schon recht nah dran am Ziel! Die Wassertalbahn ist eine Reise wert!

Horst Heinrich
Oberrat A14
Beiträge: 2194
Registriert: Sa 18. Okt 2008, 23:07

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Horst Heinrich » Fr 14. Nov 2014, 21:58

Rolf hat geschrieben:Weitgehend unbemerkt tut sich auch wieder was am Airport Hahn. Nachdem Ryanair das Angebot ab Hahn drastisch gekürzt hatte (es fehlen z. Z. Flugzeuge, 280 neue sind aber bestellt, kommen allerdings erst in den nächsten Jahren), macht sich stillschweigend Wizzair am Flughafen breit. Ab 2015 sind es schon 9 Ziele, die Wizz-Air anfliegen wird. Darunter sind auch klassische Ziele von Ryanair, etwa Wilna und Danzig. Was darf man daraus schließen? Erstens: Es gibt wohl doch einen Markt ab Hahn, wenn Wizz-Air von Ryanair aufgegebene Strecken übernimmt! Zweitens: Ryanair beantwortete solche "Wilderei" im eigenen Vorgarten gewöhnlich mit Kampfpreisen und erhöhtem Angebot auf den umkämpften Strecken. Diesmal aber nicht. Ryanair scheinen also tatsächlich die Flugzeuge zu fehlen (alle anderen Details sprechen im Übrigen ebenfalls dafür). Kurzum: Wenn wir uns auch über die vergeudeten Millionen am Hahn ärgern dürfen, so dürfen wir uns zum Trost wenigstens darüber freuen, dass der Flughafen als möglicher Hilfsmotor für eine Reaktivierung der Bahnstrecke wieder langsam an Fahrt gewinnt!

http://www.aero.de/news-20674/Wizz-Air- ... en-an.html

Wer sich die phantastische "Wassertalbahn" im Norden Rumäniens mal anschauen möchte, was ich nur wärmstens empfehlen kann, ist mit den Flugzielen Temesvar (Timisoara) oder Tagu Mures übrigens schon recht nah dran am Ziel! Die Wassertalbahn ist eine Reise wert!


Im Namen von Wizz-Air und unserer Ministerpräsidentin danke ich recht herzlich für diese freundliche Werbung für Flugverkehr, die rheinland-pfälzische Landespolitik und für rumänische Sehenswürdigkeiten.
Wir Hunsrücker hingegen bedauern den modernen, gelangweilten Zwangsglobetrotter, der ständig glaubt, seinem traurigen Alltag ins Ausland entfliehen zu müssen und wissen daß das Gute sehr nahe liegt und man auch mit der Bahn schöne Reiseziele erreichen kann!
Desweiteren freuen wir uns ( zum 272136.Mal in 21 Jahren) zu hören, daß es mit dem Hahn bergauf geht und vor allem auf den 31.12.2245, der Tag, an dem der Airport zum ersten Mal schwarze Zahlen schreibt, nachdem er von einem milliardenschweren Konsortium aus der Demokratischen Republik Kongo übernommen worden ist.
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

Axel kron
Betriebsassistent A5
Beiträge: 194
Registriert: Di 19. Mai 2009, 22:59

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Axel kron » Fr 14. Nov 2014, 23:43

.....
Zuletzt geändert von Axel kron am Sa 15. Nov 2014, 08:15, insgesamt 1-mal geändert.

Rolf
Amtsrat A12
Beiträge: 1361
Registriert: Do 1. Feb 2007, 21:39
Kontaktdaten:

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Rolf » Sa 15. Nov 2014, 00:34

Bernd Heinrichsmeyer, der wohl beste Kenner der Materie, hat schon vor Jahren hier im Forum geschrieben, dass eine Reaktivierung für den ÖPNV nur zusammen mit dem Hahn realisierbar ist, nicht ohne. Deswegen setze ich weiter auf den Hahn als Hilfsmotor für eine Reaktivierung. Dass am Hahn viel Geld versenkt wurde, das andernorts besser ausgegeben worden wäre, etwa für die Bahn, ist doch völlig unstrittig. Aber jetzt ist der Flughafen nun mal da und er wird auch bleiben, weil es politisch so gewollt ist. Wir müssen jetzt doch nach vorne schauen! Unter den gegebenen Umständen (und als Steuerzahler) kann man doch nur froh sein, wenn der Flughafen endlich auf die Füße kommt (auch im Frachtbereich tut sich einiges). In 10 Jahren muss der Hahn gemäß EU-Richtlinie ohne Subventionen auskommen. Das ist zwar nicht der Brüller, aber immerhin eine Perspektive. Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Hahn auf lange Sicht durchaus noch ein Erfolgsmodell werden kann, zumal er im Frachtbereich gute Voraussetzungen hat, etwa die uneingeschränkte Betriebsgenehmigung über 24 Stunden. Das hat Seltenheitswert! Und wenn der Hahn Fahrgäste für die Hunsrückbahn "generiert", dann muss uns das als Bahnfreunde doch erfreuen. Von mir aus kann der Hahn gerne 10 Mio. Fluggäste und eine entsprechende Anzahl von Bahnreisenden "erzeugen". Die Leute fliegen doch so oder so. Wer ist denn hier noch nicht geflogen? Und wie ich gerade erst im "Spiegel" lesen konnte, sind es ausgerechnet die Wähler der Grünen, die am häufigsten fliegen. Darüber kann man jetzt jammern, aber es ändert nichts. So ist die Welt. Der Flugverkehr wächst und wächst. Ob von Frankfurt oder Hahn geflogen wird, macht da im Prinzip keinen Unterschied. Warum also nicht vom Hahn? Hauptsache aus Bahn-Sicht ist doch, dass es erst mit dem möglichen Erfolg am Hahn eine Perspektive gibt, um die Züge irgendwie voll zu bekommen (mit Fahrgästen aus der Region und vom Flughafen). Nur dann lohnt eine Reaktivierung und nur dann lässt sich die Politik dafür begeistern. Zusammen mit der Nationalparkbahn, die hoffentlich am Ende entstehen wird, steigert eine Reaktivierung bis zum Hahn dann auch die Chancen für den Rest der Strecke zwischen den beiden "Streckenenden". Das sind doch Perspektiven, die Hoffnung machen! Das darf man dann auch mal positiv sehen, finde ich.

Horst Heinrich
Oberrat A14
Beiträge: 2194
Registriert: Sa 18. Okt 2008, 23:07

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Horst Heinrich » Sa 15. Nov 2014, 09:23

Rolf hat geschrieben:Das sind doch Perspektiven, die Hoffnung machen! Das darf man dann auch mal positiv sehen, finde ich.

Zum 272137.Mal in 21 Jahren.
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

Horst Heinrich
Oberrat A14
Beiträge: 2194
Registriert: Sa 18. Okt 2008, 23:07

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Horst Heinrich » Sa 15. Nov 2014, 16:51

saarepi hat geschrieben:Die Eisenbahn im Hunsrück und Hochwald darf nicht nur mit dem Hahn in Verbindung gebracht werden.
Es braucht keinen Hahn Schnellverkehr, sondern eine Bahn für den Bürger in der Region.
Der ÖPNV ist katastrophal in der Region aufgestellt.

Und um gleich das Argument mit der rückläufigen Bevölkerung zu entkräften....
Die Bevölkerungszahl geht, wenn überhaupt, nur wenig zurück.
Das Fahrgastpotential lässt sich steigern, das Hindernis sind leider die vielen Verkehrsverbünde und Landkreise, die Alle ihr eigenes Süppchen kochen und die überhöhten Fahrpreise.
Die Bahn kann Kreis übergreifend verbinden, weil der Busverkehr meist an den Kreisgrenzen aufhört und oft nur auf den Schülerverkehr ausgerichtet ist.

Interessant.
Genau diese Ansätze vertrat vor mehr als 5 Jahren auch der Hunsrück/Hochwälder Bürgermeister Walter Hoffmers-Beste.

viewtopic.php?f=8&t=22664&p=87267&hilit=hermorb%C3%BCch#p87267
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

Rolf
Amtsrat A12
Beiträge: 1361
Registriert: Do 1. Feb 2007, 21:39
Kontaktdaten:

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Rolf » Sa 15. Nov 2014, 20:02

saarepi hat geschrieben:Die Eisenbahn im Hunsrück und Hochwald darf nicht nur mit dem Hahn in Verbindung gebracht werden.
Es braucht keinen Hahn Schnellverkehr, sondern eine Bahn für den Bürger in der Region.

Richtig, um die Region geht es, aber eben auch um den Hahn als Hilfsmotor. Beide Interessen zu bündeln macht daher am meisten Sinn. Ein Bahn zum Hahn sollte selbstverständlich auch die Region erschließen.

Rolf
Amtsrat A12
Beiträge: 1361
Registriert: Do 1. Feb 2007, 21:39
Kontaktdaten:

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Rolf » Di 2. Dez 2014, 22:28

Nochmal was Aktuelles zum allseits beliebten Flughafen Hahn:
http://www.airliners.de/flughafen-hahn-2015-verkauf/34312

Bernd Heinrichsmeyer
Amtmann A11
Beiträge: 876
Registriert: Di 11. Jul 2006, 20:00
Kontaktdaten:

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Bernd Heinrichsmeyer » Mi 3. Dez 2014, 09:47

saarepi hat geschrieben:«Das ist ein guter Tag für den Hahn und die Region», sagte der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD). Er zeigte sich optimistisch, einen privaten Käufer zu finden.

Zudem siedelten sich wieder mehr Fracht-Airlines am Hahn an, der auch eine seltene Nachtfluggenehmigung besitzt.
Gesamtverschuldung in dreistelliger Millionenhöhe
Die Gesamtverschuldung des Hahns beträgt derzeit laut dem Mainzer Innenministerium 132,8 Millionen Euro. Eine Entschuldung von 121,9 Millionen Euro durch das Land Rheinland-Pfalz insbesondere aus dem Nachtragshaushalt 2013 habe Brüssel genehmigt. Somit verbleibt nach An

Dem vernunftbegabten Steuerzahler rollen sich die Fußnägel hoch. Hier werden ganz öffentlich einfach 122 Mio EUR an Steuergeldern als verdeckte Subvention gezahlt (= rund das 25fache dessen, was die Wiederinbetriebnahme Türkismühle - Büchenbeuren kosten würde oder = etwa 1:1 der Betrag, den die Bahn zum Hahn in ihrem Mercedes-Benz Superausbau von Langenlonsheim zum Hahn kostet). Frau Dreyer hat zwar radikal das Kabinett umgebildet, die Machenschaften bleiben aber gleich. Da Brüssel direkte Beihilfen untersagt, wurde erwartungsgemäß eine Hintertür gesucht und gefunden, durch die man schlüpfen konnte und so diese gewaltige Summe unseres Steuergeldes in den Hahn pumpt. Warum macht man es nicht wie in Zweibrücken? Sanierung über Insolvenz? Manchmal meine ich, die Herrschaften in Mainz gehen mit unserem Geld um, wie meine Kinder mit dem Spielgeld im Monopoly .... :? .
Bernd Andreas Heinrichsmeyer
http://www.heinrichsmeyer.com

Horst Heinrich
Oberrat A14
Beiträge: 2194
Registriert: Sa 18. Okt 2008, 23:07

Re: Frage zur Hunsrück(quer)bahn 2018 ??

Beitragvon Horst Heinrich » Mi 3. Dez 2014, 11:51

Bernd Heinrichsmeyer hat geschrieben:Dem vernunftbegabten Steuerzahler rollen sich die Fußnägel hoch. Hier werden ganz öffentlich einfach 122 Mio EUR an Steuergeldern als verdeckte Subvention gezahlt (= rund das 25fache dessen, was die Wiederinbetriebnahme Türkismühle - Büchenbeuren kosten würde oder = etwa 1:1 der Betrag, den die Bahn zum Hahn in ihrem Mercedes-Benz Superausbau von Langenlonsheim zum Hahn kostet). Frau Dreyer hat zwar radikal das Kabinett umgebildet, die Machenschaften bleiben aber gleich. Da Brüssel direkte Beihilfen untersagt, wurde erwartungsgemäß eine Hintertür gesucht und gefunden, durch die man schlüpfen konnte und so diese gewaltige Summe unseres Steuergeldes in den Hahn pumpt. Warum macht man es nicht wie in Zweibrücken? Sanierung über Insolvenz? Manchmal meine ich, die Herrschaften in Mainz gehen mit unserem Geld um, wie meine Kinder mit dem Spielgeld im Monopoly .... :? .

Vernunftbegabte Steuerzahler gibt es ja immer weniger oder sie sitzen in Schaltstellen, die von der dilettantischen Politik profitieren, dafür hat diese Landesregierung ja gesorgt und eine qualifizierte Opposition gibt es auch nicht mehr, seit Julia Klöckner damit rechnen muß, 2016 mithilfe der SPD regieren zu müssen.
Auch die EU-Kommission poltert zwar, erweist sich aber im Nachhinein als gefälliger Steigbügelhalter.
Die jetzt im Raum stehenden 122 Millionen Euro Defizit sind ja nicht alles.
Etwa der gleiche Betrag wurde vom Steuerzahler in den letzten 21 Jahren nach Übernahme des Flughafens mehr oder weniger versteckt investiert, z.B. in Straßenbau, Landebahnverlängerung etc.
So wurden in 21 Jahren rund 250 Millionen Euro in den Sand gesetzt und das, um rund 500 Arbeitsplätze zu sichern, die von der US-Armee unversorgt zurückgelassen wurden.
Wenn in anderen Bereichen 500 Arbeitsplätze verschwinden, ist die Politik im allgemeinen nicht so rührig und meist bleibt es bei Beileidsbekundungen.
Man könnte da hinsichtlich Hahn schon auf andere Gedanken kommen, zumal wenn man die Hauptakteure und ihre politischen Verbindungen betrachtet.
Sicher ist: Hätte man den Hahn 1993 geschlossen und 15 Prozent des hier (aus Krediten) finanzierten Geldes an die verbliebenen Beschäftigten als Abfindung gezahlt - die Betroffenen wären zufrieden gewesen, der Steuerzahler hätte gut 210 Millionen Euro gespart und Gelände wie Gebäude hätte man auch anderen innovativen Wirtschaftsbereichen zur Verfügung stellen können.
Gute Ideen und Konzepte gab es zuhauf.
Warum aber die damalige Landes-SPD unter Rudolf Scharping, Joachim Mertes und anderen mit einer solchen Vehemenz einen Zivilflughafen in der Wildnis -die Marktferne des Projekts wurde schon damals von allen Fachleuten bemängelt- propagierten, darüber erhält Auskunft, wer sich einmal mit den entsprechenden Namen, Beziehungen und Verbindungen beschäftigt.
Spätere Funktionsträger hatten da kaum noch Handlungsspielräume - ihnen blieb nur, die Verwaltung eines schweren Erbes.
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.


Zurück zu „Hunsrückbahn und Museum Emmelshausen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste