Bilder von verbliebenen Fahrzeugen im Bf Hermeskeil

Strecke Emmelshausen - Boppard und das Hunsrückbahnmuseum.
Knipser1
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Re: Bilder von verbliebenen Fahrzeugen im Bf Hermeskeil

Beitragvon Knipser1 » Do 10. Jul 2014, 13:02

saarepi hat geschrieben: jedenfalls werden meine Aktivitäten für den Erhalt der Bahn ab jetzt nur noch außerhalb dieses Forums stattfinden.


Wenn ich mir den Verlauf des Threads so anschaue halte ich das auch für sinnvoll...

Viele Grüße

Guido
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streckenläufer
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Re: Bilder von verbliebenen Fahrzeugen im Bf Hermeskeil

Beitragvon streckenläufer » Do 10. Jul 2014, 17:01

Manche Leute verschließen willentlich die Augen vor der Realität!! Wer hat denn schon jahrelange Erfahrung im Umgang mit den Kommunen und dem Land? Wer hat über Jahre die Eisenbahn im Hunsrück unter Minimalbedingungen aufrecht gehalten? Es gab doch ein Unternehmen, dass sich jahrelang für den Erhalt stark gemacht hat. Wenn die Politik es nicht will und nur eine Handvoll Leute gibt, die sich noch aktiv für die Sache einsetzen, halte ich es unter den gegebenen Umständen für ein letztes Aufbegehren vor der Übermacht der Mainzer Sturköpfe und den kommunalen Entscheidungsträgern...
Ich hoffe natürlich von ganzem Herzen, dass die Bahn im Hunsrück irgendwann wieder fährt - denn ich und meine Bekannten sind unzählige Male mit Bernd mitgefahren und haben jede Minute in den VTs genossen! Ich drücke auf jeden Fall die Daumen und hoffe, dass sich im Hinblick auf den Nationalpark bei den Politikern doch nicht irgendwann Vernunft einstellt. ;-)

Viele Grüße
streckenläufer

florian103113
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Re: Bilder von verbliebenen Fahrzeugen im Bf Hermeskeil

Beitragvon florian103113 » Do 10. Jul 2014, 17:51

Leute grigt euch doch wieder ein.

Es ist hier im Forum wohl jedem klar, dass einiges an Geld investiert werden muss. Auch ist es nicht abzustreiten dass sich Bernd Heinrichsmeyer mit der Sache wohl am besten auskennt. Ich weiß ja nicht mit wem da in der Politik als letztes gesprochen wurde, vielleicht gibt es die ja auch schon nichtmehr. Vielleicht war auch einfach ein oder zwei dabei denen die Nase von Herr Heinrichsmeyer nicht gefallen hat, und sie hatten angst wenn sie etwas Geld überweisen macht die HWB einen Betriebsausflug (der wenn dann natürlich nur mit dem Skl zur Streckenreparatur ginge). Das sind alles Dinge die ich und viele andere nicht wissen. Ich weis auch nicht wie stark da bisher die erhandlungen waren und ds Augenmerk auf die Gesamtstrecke gelegt wurde. Was wir aber wissen das es ein paar gibt die Für die Bahn sind, und auch einige die dagegen sind, und sei es nur um einem anderen/einer Firma (wie im Saarland der Fall) eins auszuwischen. Fakt ist aber auch, dass jetzt der Nationalpark neu kommt, bei dem die meisten in der Region jetzt noch nicht wissen was es bringt, und welchen nutzen es hat. Auch welche Möglichkeiten und welche notwendigkeiten damit verbunden sind ist vielen noch Fremd. Da war vor zwei Jahren als die Strecke Türkismühle-Hermeskeil gesperrt wurde erstrechtnoch nicht dran zu denken, geschweige dem damals als Hermeskeil-Morbach stillgelegt wurde. Sicher ist auch das in Otzenhausen und Deuselbach je ein Tor zum Nationalpark an der Strecke liegen und dass diese Tore mit dem ÖPNV an allen Tagen erschlossen sein müssen. Warum soll da dann nicht an den Wochenenden die Bahn fahren zum Bus der hauptsächlich Mo-Fr unterwegs ist.

Sicher ist auf jeden Fall soviel Bahn für vergleichsweise so wenig Geld gibt es selten. Und die Bahn hat ihre Reize und auch ihre Vorteile. Die den Herren und Damen in der Politik klar zu machen sehe ich als unsere Aufgabe. Wie es sich dann entwickelt sieht man dann. Wird die Strecke nicht zum Radweg,sondern bleibt liegen ist es ja schonmal ein Erfolg. Wird sie aus Bauzugniveau befahrbar erhalten um so besser, wird sie Für Ausflugszüge ertüchtigt welche dann auch regelmässig dort fahren ist es Top.
Das Herr Heinrichsmeyer als Unternehmer nicht unendlich investieren kann ohne das was zurück kommt, verstehe ich genauso, wie das er nicht die Zeit hat Stunde um Stunde irgendwo um Geld zu betteln. Aber auch das ist ja nicht mein Ziel. Ich will nicht einn Verein da haben. Wenn es was gibt, mit echten Erfolgsaussichten werde ich im Rahmen meiner Zeit auch sicher mal nach Hermeskeil kommen und mit helfen. Aber erst heist es einmal die Politik zum Umdenken zu bringen. Und da haben wir schon genug zutun.

hochwald
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Re: Bilder von verbliebenen Fahrzeugen im Bf Hermeskeil

Beitragvon hochwald » Fr 11. Jul 2014, 10:21

Ich war erschüttert als ich neulich in Sommerau/ex Romika an der ehemaligen Ruwertalbahn war, zwei neue Lokale (teils ehemalige Bahngebäude) prall gefüllt mit Radlern ... das ist wie ein "Seuche" zumindest wenn es trocken und halbwegs warm ist, ich befürchte dass wenn man sich die Kosten/Nutzen betrachtet einen verdammten Radweg favorisiert, einfach schade dass sich nicht beides zusammen realisieren lässt und bei Sauwetter die Leute die Bahn nutzen könnten, weil was das kostet Infrastruktur/Haltepunkte und vor allem einen "Anschluss" in den NP herzustellen (Bus, Rad, Kremser ...?) ... da haut man eher das Geld für den Radweg raus, verkauft Immobilien entlang der Strecke mit der Absicht für die Radler was zu schaffen (was leider relativ gut funktioniert, da gibts viele Mountain Biker die dann rauf in den NP weiterfahren...). Draisinen muss ich sagen (hab ich vor kurzem im Burgenland gemacht) ist nur was wenn die Strecke zumindest noch einen hauch von Eisenbahn behält oder sogar hin und wieder genutzt wird. Es ist halt einfach nicht so, Gleise liegen lassen und fertig ... Trotzdem bleibt ein Fünkchen Hoffnung das etwas Tragbares möglich ist, denn eine "Kurzreaktivierung" bringt höchstens Zeit.

florian103113
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Re: Bilder von verbliebenen Fahrzeugen im Bf Hermeskeil

Beitragvon florian103113 » Fr 11. Jul 2014, 12:58

hochwald hat geschrieben:Ich war erschüttert als ich neulich in Sommerau/ex Romika an der ehemaligen Ruwertalbahn war, zwei neue Lokale (teils ehemalige Bahngebäude) prall gefüllt mit Radlern ... das ist wie ein "Seuche" zumindest wenn es trocken und halbwegs warm ist, ich befürchte dass wenn man sich die Kosten/Nutzen betrachtet einen verdammten Radweg favorisiert, einfach schade dass sich nicht beides zusammen realisieren lässt und bei Sauwetter die Leute die Bahn nutzen könnten, weil was das kostet Infrastruktur/Haltepunkte und vor allem einen "Anschluss" in den NP herzustellen (Bus, Rad, Kremser ...?) ... da haut man eher das Geld für den Radweg raus, verkauft Immobilien entlang der Strecke mit der Absicht für die Radler was zu schaffen (was leider relativ gut funktioniert, da gibts viele Mountain Biker die dann rauf in den NP weiterfahren...). Draisinen muss ich sagen (hab ich vor kurzem im Burgenland gemacht) ist nur was wenn die Strecke zumindest noch einen hauch von Eisenbahn behält oder sogar hin und wieder genutzt wird. Es ist halt einfach nicht so, Gleise liegen lassen und fertig ... Trotzdem bleibt ein Fünkchen Hoffnung das etwas Tragbares möglich ist, denn eine "Kurzreaktivierung" bringt höchstens Zeit.


Was die Radler ngeht sehe ich es ja an der Bliestalbahn. Da muss das wetter schon optimal sein. Trocken und nicht zu kalt aber auch nicht zu warm. Und dann muss es auch irgendwo an der Strecke Anziehungspunkte für die Radler geben. Dass man wenn es nach Kosten/Nutzen geht den Radweg vorziehen muss ist weit gefehlt. Denn laut der Ausschreibung zur Abgabe der Strecke Türkismühle-Hermeskeil sind 2 Mio zu Investieren und jährlich kostet es 46.000, davon schon 22.000 Pacht. Da für die Radweg die Strecke gekauft werden muss könnten man die Strecke auch zum weiterbetrieb kaufen die kosten wären dann sowohl für das eine wie das andere gleich, allerdings entfallen bei den Jährlichen kosten die 22.000 und es bleiben noch 24.000. Den Radweg zu bauen kostet auf den 23 km laut ADFC (http://www.adfc-erfurt.de/EinMeter.html) rund 2,84 Mio. Sprich 840.000 mehr als die Sanierungen an der Bahn oder umgerechnet die jährlichen Betriebskosten für 35 Jahre. Dazu kommt dann aber auch, dass auch für den Radweg einige Sanierungen (wenn auch nicht ganz in dem Umfang) nötig sind. Ebenso müsste erst die Strecke abgebaut und das Altmaterial entsorgt werden. Ebenso sind die Kosten für Beschilderung, Umfahrsperren an Straßen ect... noch nicht mit inbegriffen. Nicht zuletzt kostet auch der Radweg jährlich Instandhaltung für einen Radweg in Thüringen der gerade gebaut wir sind für 35km jährlich ca 300.000 veranschlagt, sprich für die 23km rund 197.150 Euro. Und für das Geld würde Herr Heinrichsmeyer (oder ein aderes EVU) sicherlich mehr als bisher fahren. Ncht zuletzt bring die Strecke durch Trassenkosten im gegensatz zum Radweg auch noch Geld.

Horst Heinrich
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Re: Bilder von verbliebenen Fahrzeugen im Bf Hermeskeil

Beitragvon Horst Heinrich » Sa 12. Jul 2014, 09:05

Hallo Florian103113 und andere,
leider kommt man den Radwegebefürwortern mit guten Zahlen und Fakten nicht bei, Radwege sind gesellschaftlich und politisch erwünscht, also werden sie gebaut, koste es, was es wolle.
Daß mit Bahntrassenradwegen eine weitgehend intakte Infrastruktur zerstört wird, die wenige Jahre später eigentlich wieder gebraucht wird (siehe Emmelshausen-Kastellaun), ist für den Augenblick uninteressant.
Langfristige Perspektiven werden in der Gesellschaft bzw. Politik nicht mehr entwickelt - es zählt der leichtflüchtige Trend.

Leider stellt dieses perspektivlose Handeln nicht wirklich zufrieden, die meisten Menschen möchten langfristige Sicherheiten, zumindest wünschen sie sich verläßliche Strukturen, doch rein gewinnorientierte Kräfte ohne visionären Tiefgang oder gesamtgesellschaftliches Verantwortungsgefühl setzen der Gesellschaft ihre Weichenstellungen vor - die meisten fallen darauf herein, die meisten haben ja auch gar nicht mehr die Urteilskraft, zu bemerken, was mit ihnen geschieht.

Ein schönes Beispiel aus Rheinhessen: Gau-Odernheim
Die Bahnstrecke (Bodenheim-Alzey) war der Dorfentwicklung im Wege, also wurde die stillgelegte Strecke abgebaut, auf dem Bahngelände entstanden schöne, moderne Häuser, der Bevölkerungszuwachs bescherte den politisch Verantwortlichen höhere Aufwandsentschädigungen und Gehälter, den Vereinen dringend benötigten Nachwuchs, der lokalen Geschäftswelt mehr Publikum usw. usw., doch gleichzeitig verstopften die Straßen immer mehr und auch die nahegelegene A 63 wurde für die Gau Odernheimer Pendler Richtung Mainz zur immer stärker belasteten Zumutung.
Jetzt beklagen sich die Gau-Odernheimer in ihren schönen neuen Häusern auf der ehemaligen Bahnstrecke über die schlechte ÖPNV-Anbindung...
Die KBS 661 (alt) hätte sie und weitere 50.000 Menschen in ihrem Einzugsgebiet schnell, bequem und pünktlich ans Ziel gebracht.
Dem Hunsrück und seinen Menschen wird es genauso gehen, wenn sie nicht aufpassen.
Der Radweg auf der Querbahn wird wie Simmern-Emmelshausen die Erwartungen nicht erfüllen und wenn dann einige Trassenteile als Bauland vermarktet sind (Kirchberg, Sohren, aber auch Simmern bieten sich an) wird der Ruf nach einer besseren ÖPNV-Anbindung laut.
Doch dann ist es zu spät.
SOLANGE NICHT DIE KULTUSMINISTERKONFERENZ EINE EINSTWEILIGE VERFÜGUNG ERWIRKT UND SIE MIR PERSÖNLICH AN DER HAUSTÜR ÜBERREICHT,BLEIBE ICH BEI DER ALTEN RECHTSCHREIBUNG.

Bernd Heinrichsmeyer
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Re: Bilder von verbliebenen Fahrzeugen im Bf Hermeskeil

Beitragvon Bernd Heinrichsmeyer » So 13. Jul 2014, 19:36

Zum Thema Radweg muss ich zumindest (zu meiner Bestürzung) anmerken, dass der Ruwer-Hochwald Radweg sehr stark angenommen wird.
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Rolf
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Re: Bilder von verbliebenen Fahrzeugen im Bf Hermeskeil

Beitragvon Rolf » So 13. Jul 2014, 21:49

Bernd Heinrichsmeyer hat geschrieben:Zum Thema Radweg muss ich zumindest (zu meiner Bestürzung) anmerken, dass der Ruwer-Hochwald Radweg sehr stark angenommen wird.

Gibt's denn belastbare Zahlen dafür?

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Re: Bilder von verbliebenen Fahrzeugen im Bf Hermeskeil

Beitragvon Bernd Heinrichsmeyer » Mo 14. Jul 2014, 09:29

Rolf hat geschrieben:
Bernd Heinrichsmeyer hat geschrieben:Zum Thema Radweg muss ich zumindest (zu meiner Bestürzung) anmerken, dass der Ruwer-Hochwald Radweg sehr stark angenommen wird.

Gibt's denn belastbare Zahlen dafür?

Nein, zumindest liegen mir keine vor. Ich weiß jedoch, dass in Hermeskeil am Bahnhof bei einigermaßen gutem Wetter kein Parkplatz mehr zu bekommen ist. Außerdem ist der Radlerbus mit dem Fahrradanhänger dann immer sehr gut besucht. Mit meiner Familie machte ich neulich an einem eher durchwachsenen Brückentag einen Fahrradausflug nach Sommerau und nahm an, der Weg wäre leer. Wir hatten aber echt Mühe, beieinander zu bleiben wegen des "Verkehrsaufkommens". Also ganz subjektiv aus meiner Beobachtung wird er gut angenommen. Ein befreundeter Gastronom mit einem Lokal in Kasel sagte mir, ohne den Radweg hätte er zumachen müssen. Naja, eine gute Touri-Bahn hätte vielleicht auch geholfen ...
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Re: Bilder von verbliebenen Fahrzeugen im Bf Hermeskeil

Beitragvon Rolf » Mo 14. Jul 2014, 12:39

Bernd Heinrichsmeyer hat geschrieben:
Rolf hat geschrieben:
Bernd Heinrichsmeyer hat geschrieben:Zum Thema Radweg muss ich zumindest (zu meiner Bestürzung) anmerken, dass der Ruwer-Hochwald Radweg sehr stark angenommen wird.

Gibt's denn belastbare Zahlen dafür?
...Naja, eine gute Touri-Bahn hätte vielleicht auch geholfen ...

Eine gute Touri-Bahn sollte die Touristen nach Hermeskeil bringen! Das wäre jetzt das Gebot der Stunde!

Dass der Fahrradweg so gut angenommen wird, überrascht mich etwas. Den Maare-Mosel-Radweg finde ich eigentlich viel schöner und abwechslungsreicher. Er hat aber zu viele Gefahrenstellen. Für (kleinere) Kinder viel zu gefährlich. Vielleicht ist das ein Grund, denn der Ruwertalweg ist viel besser, konsequenter und damit sicherer ausgebaut. Oder die Tatsache, dass der Radlerbus so schnell ist und zwischen Trier und Hermeskeil keine Stunde Fahrtzeit benötigt. Oder liegt es an der Nähe zur Metropole Trier? Schwer zu sagen! In jedem Fall sollte sich die Bahn diesen Trend zu Nutze machen und als Zubringer fungieren. Das ist eine große Chance für die Bahn!


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