Zum 28. Mal: Tal toTal am So. 30.Juni

eta176
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Zum 28. Mal: Tal toTal am So. 30.Juni

Beitragvon eta176 » Mi 26. Jun 2019, 23:40

The same procedure as every year, James.

Zum 28. Mal steht am Sonntag, 30. Juni, der autofreie Erlebnistag „Tal toTal“ auf dem Programm.
Dann können Radler und Inlineskater wieder nach Herzenslust über die Bundesstraßen 42 und 9 auf
beiden Seiten des Rheins rollen.

Während auf der linken Rheinseite der reguläre Zugfahrplan gilt, setzt das Eisenbahnunternehmen VIAS auf
der rechten Rheinseite zwischen Wiesbaden und Koblenz sechs zusätzliche Sonderzüge in beide Richtungen ein.

Den Fahrplan mit den zusätzlichen Zügen gibt es zum Download auf:
https://www.taltotal.de/ und beim RMV (s.u.)
_____________________________________________________________________________

Erstaunlicherweise heißt es beim hessischen RMV:
Aufs Fahrrad, fertig, Tal to Tal!
Am Sonntag, 30. Juni, lädt die Veranstaltung "Tal Total" Radfahrer und Skater ein, das Rheintal ungestört
und vor allem autofrei zu erleben.
Die passende Fahrkarte aus dem RMV-Gebiet
Im RMV-Gebiet liegen nur die rechtsrheinischen Strecken der Veranstaltung Tal to Tal von Lorchhausen bis Wiesbaden.
Die weitere rechtsrheinische und die linksrheinische Strecke befinden sich im Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN)
und im Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM).
Besucher aus dem RMV-Gebiet können mit der RMV-Bahnlinie 2 linksrheinisch oder mit der RMV-Bahnlinie 10 rechtsrhei-
nisch bis nach Koblenz fahren. Bis Bingen gibt es Einzelfahrkarten, Tages- oder Gruppentageskarten zum Übergangstarif.

https://www.rmv.de/c/de/informationen-z ... ttelrhein/
------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Da man das alljährliche Chaos schon kennt, wird offenbar sogar schon die Veranstaltung aus den Übersichten bei den
Zweckverbänden und dem VRM herausgehalten:
https://www.der-takt.de/ideen-fuer-die- ... ender.html
https://www.vrminfo.de/freizeit/veranst ... taltungen/
.

jojo54
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Re: Zum 28. Mal: Tal toTal am So. 30.Juni

Beitragvon jojo54 » Do 27. Jun 2019, 20:11

Das Angebot von sechs zusätzlichen Zügen auf der rechten Rheinstrecke ist lächerlich. Damit können die Vielzahl an Radfahrern nicht befördert werden.

Mehrfach besuchte ich diese Veranstaltung und die Triebwagen der VIAS waren mit der Situation hoffnungslos überfordert. Da wurden Fahrgäste und Radler in die Gänge gepfercht und wer unterwegs aussteigen wollte, hatte zu kämpfen.

Was bei dieser Veranstaltung fehlt, sind lokbespannte Züge mit Fahrradwagen, Gepäck- oder Güterwagen, z. B. Hbis, wo man die große Anzahl an Fahrrädern unterbringen kann. Aber da ist man beim RMV und den Verkehrsunternehmen sehr unflexibel.

MfG
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Re: Zum 28. Mal: Tal toTal am So. 30.Juni

Beitragvon Rolf » Di 9. Jul 2019, 08:37

Wichtig wären auch Sonderzüge als Zubringer. Zum Beispiel von Köln nach Koblenz, wo die Fahrradabteile in Bonn meist schon hoffnungslos überfüllt sind. Für "Ahrtal pur" gibt es Sonderzüge aus Köln und sogar einen aus Bonn. Das entlastet den regulären Verkehr außerordentlich und ist eine sehr gute Sache. Das bräuchte man auch bei Tal total. In früheren Jahren habe ich es zudem wiederholt erlebt, dass die MRB einteilig fährt, obwohl am Sonntag doch am ehesten Reserven verfügbar sein sollten. Das Chaos war enorm. Vielleicht hat der Besteller mal ein Erbarmen und bestellt Doppeltraktion.

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Re: Zum 28. Mal: Tal toTal am So. 30.Juni

Beitragvon Dieselpower » Di 9. Jul 2019, 11:40

Hallo...
selbst an Sonntagen ist es nicht weit her mit Reserven, da so ziemlich alle der 17 ETs im Umlauf sind, und zwischen Köln und Remagen ja auch doppelt gefahren wird. Dann kann es sein, daß ein Fahrzeug in der Wartung ist, oder zum Abdrehen, und schon ist nix mehr mit Verstärken.
Wie jojo54 schon richtig sagt, wenn, dann muß ein anderes EVU einspringen mit richtigen Fahrradwagen und lokbespannten Zügen. Aber mal ehrlich: Welches ernsthaft wirtschaftlich agierende Unternehmen will sich denn für ein paar solcher Happenings im Jahr einen solchen Fahrzeugpark unterhalten???

Bei der Bundesbahn war das kein Problem - schnell ein paar Dm oder MDyg zusammengeliehen, n-Wagen standen allerorten, Ne 140er oder zur Not ne V100 davor, fertig ist der Fahrradzug.
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Re: Zum 28. Mal: Tal toTal am So. 30.Juni

Beitragvon Rolf » Di 9. Jul 2019, 20:25

Alles richtig, aber sonntags wird die MRB zwischen Remagen und Köln m. W. nicht (immer) verstärkt. Ich fahre zwar nur gelegentlich damit, aber es ist meine ganz subjektive Erfahrung, dass am Wochenende nur mit einer Einheit gefahren wird. Dementsprechend müssten doch eigentlich Einheiten frei sein. Aber der Besteller müsste sich natürlich aufraffen, die Zusatzleistung zu bezahlen. Ich fürchte, dass es daran mangelt. Dass es anders geht, beweist der Besteller bei Tour de Ahrtal, wenn Sonderzüge eingesetzt werden. Und das geht sogar im Kölner Dieselnetz, wo die Triebfahrzeuge bekanntermaßen ganz besonders knapp sind.

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Re: Zum 28. Mal: Tal toTal am So. 30.Juni

Beitragvon Dieselpower » Mi 10. Jul 2019, 11:00

Das ändert aber nichts daran, daß es Fahrzeuge für einen interurbanen Nahverkehr sind, die nur über eine begrenzte Anzahl an Stellplätzen verfügen.

Wenn man meint, zu solchen Aktionen tausende mit Fahrrädern anlocken zu müssen, und die Bahn als "tolles Bindeglied" mit einplant, müßte man - vorausgesetzt, man bleibt beim Material - einige Einheiten von ihren Sitzen befreien, um Transportkapazitäten zu bieten. Warum nimmt man nicht die in großen Zahlen vorhandenen 628, die ja angeblich nicht mehr zeitgemäß sind (komisch, anderen EU-Ländern sind sie offenbar noch gut genug)? Einfach die Maschinenwagen aneinander gebastelt (629), und ein paar ebenso überzählige Hbis (Oder auch Dm, die müßten doch auch noch irgendwo herumstehen) mit Transportsicherungen versehen, sowie einer Steuerleitung (dann braucht man nicht einmal drumherum zu fahren), fertig sind die Fahrradzüge. Aber noch einmal - 365 Tage unterhalten, um sie an 6 oder 7 Wochenenden zu nutzen...?
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Re: Zum 28. Mal: Tal toTal am So. 30.Juni

Beitragvon Rolf » Mi 10. Jul 2019, 14:29

Klar wären Fahrrad-Züge ideal, aber wie Du selbst schreibst, nicht finanzierbar und daher utopisch. Es wäre schon ein Segen, wenn die Züge an solchen Tagen zweiteilig führen, zumal die Bestuhlung der Züge der MRB für Fahrradfahrer UND andere Reisende ziemlich durchdacht und für alle Interessen und Beteiligten optimiert ist. Dagegen ist der Vareo im Kölner Dieselnetz ein Musterbeispiel für undurchdachte Bestuhlung, und trotzdem ist er besser als nichts. Und bei der Tour de Ahrtal war er als Sonderzug aus Bonn sogar ausreichend, da vermutlich nur Fahrradfahrer mit ihrem Zweirad in dem Zug saßen und der begrenzte Platz so optimal ausgenutzt werden konnte.

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Re: Zum 28. Mal: Tal toTal am So. 30.Juni

Beitragvon jojo54 » Mo 28. Okt 2019, 21:15

Die Veranstaltung wird es künftig nicht mehr geben.

Lt. SWR.3-Landesschau RLP vom 28.10.2019 haben die Bürgermeister der Anliegergemeinden entschieden, auf das Event künftig zu verzichten.

Angeblich immer weniger Teilnehmer und rückläufiges Interesse der Vereine, die Veranstaltung zu unterstützen.

MfG
jojo54


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